Sa., 27.07.2019 , 15:14 Uhr

Gleißenberg: Stier tötet Landwirt und seinen Vater

Familiendrama im Landkreis Cham: in Gleißenberg hat ein wildgewordener Stier einen 60-jährigen Landwirt und seinen 87-jährigen Vater umgebracht. Die Polizei musste den Stier erlegen, da selbst sie von dem Stier attackiert worden sind. Momentan ist ein Kriseninterventionsteam bei der Familie.

Am Vormittag wollte der 60-jährige Landwirt in Gleißenberg ein Kalb auf seiner Weide markieren. Dabei ist er von einem Stier attackiert und tödlich verletzt worden. Da er für längere Zeit nicht zu seinem Haus zurückgekehrt ist, hat sich sein 87-jähriger Vater auf die Suche gegeben. Auf der Weide hat er seinen leblosen Sohn gefunden – wurde dann auch noch von dem Stier angegriffen und ebenfalls getötet.

Die Polizei musste den Stier schließlich erlegen, da sie beim Versuch zu den beiden Verstorbenen zu gelangen, von dem Stier attackiert worden sind. Ein Kriseninterventionsteam kümmert sich um die Hinterbliebenen.

Unsere Berichterstattung:

Hier die Pressemitteilung der Polizei:

In den Vormittagsstunden des Samstag, 27.07.2019 attackierte ein wild gewordener Stier auf einer Weide einen Landwirt und dessen Vater. Beide Personen wurden von dem Tier getötet. Die Polizei musste das Tier erlegen.

Ein 60-jähriger Landwirt hatte sich gegen 10.00 Uhr auf seine Weide begeben, um ein junges Kalb zu markieren. Als er die Weide betrat, ist er nach dem derzeitigen Ermittlungsstand von einem Stier attackiert und getötet worden. Nachdem der Mann längere Zeit nicht in den angrenzenden Hof zurückkehrte, begaben sich die Ehefrau des Mannes und sein 87-jähriger Vater ebenfalls zu der Weide, da sie sich Sorgen machten. Der Senior, vermutlich um seinem Sohn zu Hilfe zu eilen, betrat ebenfalls die Wiese und wurde von dem wild gewordenen Stier gleichfalls angegriffen und getötet.

Die von der Ehefrau des Landwirts verständigten Rettungskräfte konnten zunächst nicht zu den beiden Männern vordringen, da auch sie von dem Stier bedrängt wurden. Der Stier musste deshalb vor Ort von der Polizei erlegt werden. Erst dann konnten die Einsatzkräfte zu den beiden Personen gelangen. Für sie kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Bei dem 60-Jährigen handelte sich um einen erfahrenen Landwirt, der regelmäßig nach seinem Tierbestand auf der Weide sah. Warum der Stier die Männer angriff ist unklar, möglicherweise wollte er seine Herde verteidigen. Auf der Weide befanden sich zu diesem Zeitpunkt Kühe und Kälber. Der Stier war seit ca. eineinhalb Jahren im Besitz des Landwirtes. Bislang wurden keine  Probleme mit dem Tier bekannt.

 Die Angehörigen werden derzeit von einem Team der Krisenintervention betreut. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg führt die Ermittlungen zu diesem Fall.

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