Mo., 28.11.2016 , 08:38 Uhr

Gewerkschaft: Mitarbeiter sorgen sich um Zukunft von Wöhrl

Bei den Beschäftigten der wirtschaftlich angeschlagenen Modehauskette Wöhrl wachsen nach Gewerkschaftsangaben die Zweifel am Erfolg des eingeschlagenen Sanierungskurses. «Die Geschäftsführung hat dem Betriebsrat bisher noch kein tragfähiges Konzept vorgelegt, wie es mit dem Unternehmen weiter gehen soll», sagte die für Wöhrl zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretärin Gabriele Ziegler der Deutschen Presse-Agentur.

Der Vorstand der Wöhrl-Gruppe will an diesem Montag (28. November) in einer Telefonkonferenz über den Stand der Sanierungsmaßnahmen und die weiteren Schritte informieren. Die Wöhrl-Gruppe befindet sich seit Anfang September in einem Schutzschirmverfahren, das es dem Vorstand ermöglichen soll, die Modehauskette wieder auf Kurs zu bringen.

Verdi-Vertreterin Ziegler erwartet allerdings keine umfassende Lösung bis zum Auslaufen der Schutzschirm-Insolvenz Ende November. «Auch der Wöhrl-Betriebsrat hat nicht den Eindruck, dass bereits ein Konzept vorliegt, das etwa die Kundenpräsenz stärkt und den Umsatz erhöht», sagte Ziegler. Das Sanierungskonzept des Vorstands beschränke sich auf die Einsparung von Personalkosten.

Zur Sanierung der Modehauskette will der Vorstand in den kommenden Wochen vier seiner bislang 34 Filialen schließen. Davon sind 146 der rund 2000 Mitarbeiter betroffen. Zugleich will der Vorstand weitere acht Filialen sanieren – das Stammhaus in der Nürnberger Altstadt sowie die Filialen in Würzburg, Passau, Weiden, Straubing, Landshut, Schweinfurt und Regensburg. Dem Unternehmen setzt zum Beispiel der Online-Handel zu.

dpa

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