Fr., 24.01.2020 , 14:38 Uhr

Gesundheitsministerin Melanie Huml wird Botschafterin der Leukämiehilfe Ostbayern

Am Donnerstag, 23.01.20, besuchte Gesundheitsministerin Melanie Huml zusammen mit Finanzminister Albert Füracker das Patientenhaus der Leukämiehilfe Ostbayern e.V. Die Ministerin wird – wie Albert Füracker – Botschafterin der Leukämiehilfe Ostbayern. 

„Ich bin froh, dass es die Leukämiehilfe Ostbayern e.V. gibt“, lobte Melanie Huml, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, bei ihrem ersten Besuch im Patientenhaus die Arbeit des Vereins, insbesondere des Vorsitzenden Prof. Dr. Reinhard Andreesen und des aufgebauten Netzwerkes, das begleitend zur hervorragenden medizinischen Versorgung von Krebspatienten am Universitätsklinikum Regensburg dieses „Mehr“ sehe, das so wichtig sei.

Huml griff in diesem Zusammenhang das von Prof. Andressen geprägte und in der begleitenden Versorgung von Patienten und Angehörigen täglich gelebte „Medikament Zuneigung“ auf. Im Rahmen ihres Besuches übernahm die Ministerin, die sich erfolgreich für die Kostenübernahme der Unterbringung von Patienten und Angehörigen im Patientenhaus eingesetzt hat, vorerst für ein Jahr die Botschafterrolle für den Verein und für das geplante „Sport- und Bewegungszentrum“.

Begleitet wurde die Ministerin von der Bundestagsabgeordneten Astrid Freudenstein und Finanzminister Albert Füracker, der ebenfalls Botschafter für die Leukämiehilfe Ostbayern e.V. ist und das Projekt Patientenhaus seit der Grundsteinlegung mit persönlichem Einsatz begleitet. Er lobte Prof. Andreesen „als Exponenten für gute Menschen“, der immer bereit sei, „kranken Menschen in den schlimmsten Stunden zu helfen“. In einer Führung durch das Haus konnte sich die politische Entourage davon überzeugen, dass das Patientenhaus zum einen durch die Menschen, aber auch durch die durchdachte Architektur, die bunten Farben und natürlichen Werkstoffe wie Holz lebt.

Nach der Hausführung stellte sich das Netzwerk in der Ver- und Umsorgung der Krebspatienten in einer Diskussionsrunde mit der Ministerin vor, allen voran Prof. Dr. Wolfgang Herr, Inhaber des Lehrstuhls für Hämatologie und internistische Onkologie, der in Dreifachfunktion als Vertreter des Uniklinikums, behandelnder Arzt und Vorstandsmitglied der Leukämiehilfe gekommen war. Welche Bedeutung die psycholgische Begleitung von Krebspatienten hat, konnte Ingrid Schön, Leiterin der Psychoonkologie, sehr klar darstellen, dabei vor allem die kurzen Wege, wenn die Patienten Hilfe und Betreuung benötigten. Perspektivisch müsse die Betreuung auf ambulante Patienten und auf die Nachbetreuung ausgeweitet werden.

Mit „Patientenlotsin“ Sandra Windschüttl und Psychologin Sophia Goula konnten sich in der „Ministerrunde“ zwei weitere „Bausteine“ in der Betreuung von Krebspatienten und ihren Angehörigen vorstellen. Der Weg durch die Klinik, aber auch die Vorbereitung der Wiedereingliederung nach langer Krankheit gehört zu den Aufgaben des Pilotprojektes „Patientenlotse“. Bei der psychologischen Betreuung stünden, so Sophia Goula im Gespräch, die Erkrankten und deren Partner an erster Stelle, aber „auch Kinder und Jugendliche sind Angehörige“. Studien hätten erwiesen, dass Patientenkinder, die gut begleitet werden, später keine psychischen Folgeerkrankungen erleiden.

Das größte Zukunftsprojekt der Leukämiehilfe Ostbayern e.V. mit dem Universitätsklinikum ist das von Sebastian Meier, Leiter der Physiotherapie, entwickelte Programm „Fit for Cure“. Auch hier gibt es klinische Studien, dass Krebspatienten, die sich sportlich betätigen, bessere Heilungschancen hätten. Zudem sei das Risiko des Rückfalles geringer. Mit dem geplanten Bau des Sport- und Bewegungszentrums in direkter Verbindung mit dem Patientenhaus könnten „Patienten ein Training erhalten wie im Fitnessstudio“, ohne Druck und auf die Therapie sowie hinsichtlich der Belastung auf die Nachbehandlung abgestimmt. Mittelfristiges Ziel neben dem Bau des Sport- und Bewegungszentrum ist es, die Möglichkeiten der „sportlichen“ Begleitung und Nachbehandlung zu etablieren und die Kompetenz auch auf Physiotherapeuten in Ostbayern zu übertragen.

Pressemitteilung Leukämiehilfe Ostbayern e.V.

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