Do., 29.03.2018 , 15:28 Uhr

Gesundheitsbericht: Wie gesund ist die Oberpfalz?

Ende März stellte das Sachgebiet Gesundheit der Regierung der Oberpfalz den ersten Gesundheitsbericht für die Oberpfalz vor. Auf fundierte und anschauliche Weise wird darin ein vielfältiger Einblick in aktuelle Zahlen zum Gesundheitszustand der Oberpfälzer Bevölkerung gewährt, darunter Themenbereiche wie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Infektionskrankheiten und psychische Erkrankungen bis hin zu gesundheitsrelevantem Verhalten und der Versorgungssituation im Regierungsbezirk.

„Der Gesundheitsbericht spiegelt die Ist-Situation des Gesundheitszustands und der medizinischen Versorgung in der Oberpfalz wider. Er bildet damit die ideale Handlungsgrundlage, um negativen Trends entgegenzuwirken und im Bedarfsfall Vorsorgemaßnahmen treffen zu können“, betont Regierungspräsident Axel Bartelt. Auffällig ist nach den aktuellen Erkenntnissen unter anderem der Bereich Übergewicht: So ist der prozentuale Anteil von übergewichtigen Erwachsenen in der Oberpfalz mit 39,2 Prozent der Höchste unter allen Regierungsbezirken. Der bayerische Durchschnitt liegt bei 35,9 Prozent. Auch das Auftreten von Darmkrebs übertrifft, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, vergleichbare Zahlen aus dem Freistaat und ganz Deutschland. „Diese Erkenntnis zeigt eindrücklich, wie wichtig es ist, die Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen“, unterstreicht der Regierungspräsident.

Positiv hingegen: Anders als bei den Erwachsenen, nimmt bei Kindern der Anteil der an Übergewicht Leidenden bzw. an Adipositas (krankhaftes Übergewicht) Erkrankten ab. Lag der Anteil bei der Schuleingangsuntersuchung 2011 noch bei 5,9 Prozent (Übergewicht) bzw. 4,0 Prozent (Adipositas), sank der prozentuale Anteil übergewichtiger Kinder bei der Schuleingangsuntersuchung 2012/2013 auf 5,2 Prozent (Bayern: 5,2 Prozent). Unter Adipositas litten 3,6 Prozent (Bayern: 3,3 Prozent) der Kinder. „Diese Entwicklung macht Mut und zeigt, dass die vielfältigen Programme zu gesunder Ernährung in Schulen und Kindertagesstätten auf fruchtbaren Boden fallen“, so Bartelt. Auch in puncto Lebenserwartung holt die Oberpfalz auf: Die mittlere Lebenserwartung in den Geburtsjahren 2012 bis 2014 liegt bei Männern bei 77,8 Jahren, bei Frauen bei 82,4 Jahren. Damit ist der Wert im Vergleich zu den Geburtsjahren 2005 bis 2007 (Männer: 76,3 Jahre, Frauen: 81,6 Jahre) kontinuierlich angestiegen.

Besonders erfreulich ist der massive Rückgang rauchender Kinder und Jugendlicher im Alter zwischen 12 und 18 Jahren. Ihr Anteil sank von 27,5 Prozent im Jahr 2001 auf 9,7 Prozent im Jahr 2014. Als absolute Spitze präsentiert sich die Oberpfalz beim Impfverhalten für die erste der beiden Masernimpfung: Mit 97,4 Prozent hat der Regierungsbezirk bei der Schuleingangsuntersuchung 2014/2015 bayernweit die höchste Impfquote für die erste der beiden Masernimpfungen (Bayern: 95,8 Prozent, Deutschland: 96,8 Prozent).

 

Den kompletten Gesundheitsbericht finden Sie hier.

 

Pressemitteilung/MF

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