Mi., 05.08.2020 , 13:08 Uhr

Gericht: Arbeitsverbot auch für corona-freie Erntehelfer in Mamming

Nach zahlreichen Corona-Fällen auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming ist der Landwirt vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, dass negativ auf Corona getestete Erntehelfer wieder für ihn arbeiten können. Das Verwaltungsgericht Regensburg bestätigte laut Mitteilung vom Mittwoch eine Entscheidung des Landratsamts Dingolfing-Landau, die eine vollständige häusliche Quarantäne aller Beschäftigten auf dem Hof als Schutzmaßnahme gegen eine weitere Verbreitung von Sars-CoV-2 angeordnet hatte. Den Antrag des Gemüsebauern auf Erlass einer einstweiligen Anordnung lehnten die Richter ab (Az. RN 14 E 20.1311).

 

Er hatte argumentiert, dass der Einsatz der negativ getesteten Erntehelfer dringlich sei, weil die Haupterntezeit von Einlegegurken nur bis Mitte August dauere. Ohne die Erntehelfer sei ein Totalausfall der diesjährigen Gurkenernte zu erwarten. Das wiederum sei für den Landwirt existenzbedrohend, teilte das Gericht mit.

Derzeit befinden sich den Angaben nach etwa 470 Menschen als Erntehelfer auf dem Anwesen. Bei einer ersten Reihentestung am 25. Juli waren bei 174 von ihnen positive Befunde festgestellt worden, fast 300 wurden negativ getestet. Bei einer zweiten Reihentestung am 31. Juli hatten auch 52 der zunächst negativ getesteten Personen positive Testergebnisse.

Das Gericht entschied am Dienstag, die behördliche Entscheidung sei «ermessensgerecht und verhältnismäßig». «Die vollständige Isolation der Erntehelfer sei insbesondere erforderlich, um die unkontrollierte Weiterverbreitung des Virus zu stoppen», hieß es. «Sie sei trotz der gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen für den Antragsteller auch angemessen, da von Sars-CoV-2 eine große Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe ausgehe.» Gegen den Beschluss kann der Gemüsebauer noch Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einreichen.

dpa

Das könnte Dich auch interessieren

24.08.2026 Regensburg: Auto und Lastwagen stoßen zusammen – Autofahrer stirbt noch vor Ort Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B16 bei Regensburg ist am Montagmittag ein Autofahrer ums Leben gekommen. Gegen 11.50 Uhr waren vor der Ausfahrt Haslbach in Fahrtrichtung Cham ein Auto und ein Lastwagen zusammengestoßen. Der Autofahrer war aus bislang ungeklärtert Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten.   Autofahrer stirbt an Unfallstelle Der Autofahrer erlitt bei dem 24.08.2026 Verwirrter Patient verlässt unbemerkt Klinik in Ulm und fährt nach Regensburg Ein 77-jähriger Patient hat am Sonntagvormittag unbemerkt die Universitätsklinik in Ulm verlassen und ist mit dem Zug nach Regensburg gefahren. Weil für den stark verwirrten Mann akute Lebensgefahr bestand, nahm ihn die Bundespolizei am Hauptbahnhof in Schutzgewahrsam.   Bundespolizei erwartet Patienten am Bahnhof Gegen 8.30 Uhr informierte die Bundespolizei in Ulm die Kollegen in Regensburg. 24.08.2026 Regensburg: Drei Mädchen sollen E-Scooter am Hauptbahnhof gestohlen haben Drei unbekannte Mädchen sollen in der Nacht zum Freitag am Regensburger Hauptbahnhof versucht haben, einen E-Scooter zu stehlen. Wenig später sollen sie einen weiteren Elektro-Tretroller entwendet haben. Diebstahl auf Video aufgezeichnet Videoaufnahmen zeigen laut Bundespolizei, wie die Mädchen zwischen 1.04 Uhr und 1.18 Uhr versuchten, einen E-Scooter am Fahrradparkplatz bei Bahnsteig 1 zu stehlen. Dabei 24.08.2026 Wörth an der Donau: Unbekannte beschädigen vier Bienenstöcke Im Gewerbepark bei Wörth-Wiesent haben Unbekannte vier Bienenstöcke umgekippt. Dabei wurde ein Bienenvolk komplett zerstört.