Mi., 15.03.2023 , 08:45 Uhr

Gänswein: Benedikts Schreibtisch schon in Regensburg

Der Schreibtisch und weitere Dinge aus dem Nachlass des an Silvester gestorbenen Papstes Benedikt XVI. sind bereits in Regensburg angekommen.

«Ein Großteil seiner Habe, vor allem die persönliche Bibliothek, Manuskripte, andere theologische Dokumente und sein Schreibtisch, an dem er alle großen Werke verfasst hat, sind bereits ins „Institut Papst Benedikt XVI.“ nach Regensburg gebracht worden», sagte sein langjähriger Privatsekretär Georg Gänswein der Deutschen Presse-Agentur in München.

«Er wollte, dass dort, wo sein theologisches Gesamtwerk herausgegeben wird, auch das hinkommt, was ihn ein Leben lang umgeben hat: die Welt der Bücher, die ihn in allen Stationen seines Leben begleitet haben, bis hin zum Monastero Mater Ecclesiae.» Eine Sprecherin des Institutes sagte, die persönlichen Gegenstände aus dem Besitz Benedikts würden nun zunächst sortiert und katalogisiert.

Papst Benedikt hatte eine enge Verbindung zu Regensburg. Als Joseph Ratzinger hatte der Geistliche in den 1970er Jahren an der theologischen Fakultät der Universität Regensburg gelehrt und sich in der nahen Gemeinde Pentling ein Haus gebaut. Auch während seiner Zeit als Erzbischof von München und Freising sowie als Präfekt der römischen Glaubenskongregation im Vatikan kehrte der gebürtige Oberbayer immer wieder in die Oberpfalz zurück.

Nach Regensburg führte auch der letzte Deutschland-Besuch des emeritierten Papstes im Sommer 2020. Damals reiste er – kurz vor dessen Tod – zu seinem kranken Bruder, dem langjährigen Leiter der Regensburger Domspatzen Georg Ratzinger, um noch ein paar Tage mit ihm verbringen zu können.

Persönliche Briefe aus dem Nachlass des Papstes sind nicht unter den Dingen, die nach Regensburg gebracht wurden. «Er hatte sie alle gesammelt und mir mit Nachdruck ans Herz gelegt: „Diese persönlichen Briefe sind ohne Ausflüchte zu vernichten!“», sagte Gänswein der «Augsburger Allgemeinen». «Sie sind schon geschreddert. Das war ein bitterer Akt und hat mich Überwindung gekostet. Als Testamentsvollstrecker hatte ich diesen Willen zu befolgen, und das habe ich getan.»

dpa

 

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