Die 80-Jährige räumte das geerbte Elternhaus aus und fand auf dem Dachboden die Gegenstände. Sie stammten vermutlich aus dem Besitz eines inzwischen verstorbenen Familienangehörigen. Es handelte sich um eine scharfe Schusswaffe, zwei Schreckschusswaffen sowie ein Springmesser aus Bundeswehrbeständen.
Die Frau verstaute die aufgefundenen Gegenstände in einer Stofftasche und brachte sie eigenständig zur Polizeiinspektion Furth im Wald. Die Waffen wurden sichergestellt. Sie werden zur Vernichtung an das Landratsamt Cham übergeben.
Im Zusammenhang mit dem eigenständigen Transport der Gegenstände zur Polizeidienststelle wurden die erforderlichen Ermittlungen aufgenommen. Dabei wird geprüft, ob und inwieweit der Umgang mit den Gegenständen strafrechtlich relevant war. Eine abschließende rechtliche Bewertung ist derzeit noch nicht erfolgt.
Die Polizei weist darauf hin, dass aufgefundene Waffen oder Gegenstände, bei denen es sich um Waffen handeln könnte, nicht eigenständig zur Polizeidienststelle gebracht werden sollten. Wer beim Ausräumen von Wohnungen, Häusern oder Dachböden solche Gegenstände entdeckt, sollte sie möglichst nicht berühren oder bewegen und stattdessen umgehend die Polizei verständigen. Eine Streifenbesatzung kann die Gegenstände direkt vor Ort in Augenschein nehmen und die weiteren Maßnahmen veranlassen. Ein eigenständiger Transport kann je nach Art der Gegenstände und den Umständen des Einzelfalls strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
PI Furth im Wald / FC