Di., 18.05.2021 , 14:41 Uhr

Furth im Wald: Unter Lebensgefahr nach Deutschland - unter LKW-Auflieger versteckt

Unter Lebensgefahr sind zwei Marokanische Staatsangehörige nach Deutschland eingereist. Sie hatten sich im Unterbau eines LKW-Aufliegers versteckt. 

Hier die Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen

Kräfte der Grenzpolizeigruppe Furth im Wald haben am Montag (17. Mai) zwei marokkanische Staatsangehörige festgenommen. Beide Männer hatten sich im Unterbau eines Lkw-Aufliegers versteckt und kamen so unerlaubt nach Deutschland. Die Bundespolizei Furth im Wald führt zuständigkeitshalber die weiteren Ermittlungen.

Mitarbeitern einer Metallbaufirma in Neukirchen beim Hl. Blut/Landkreis Cham fielen am Montagnachmittag beim Entladen eines LKWs zwei Personen mit dunkler Hautfarbe auf, die unter dem Fahrgestell hervorkrochen und sich schnell entfernten. Kräfte der alarmierten Grenzpolizei Furth im Wald konnten die beiden Personen kurze Zeit später in der Nähe eines Lebensmitteldiscounters stellen und festnehmen.

Wie die Bundespolizei bisher ermittelte, handelt es sich bei den zwei Männern um marokkanische Staatsangehörige, die beide unabhängig voneinander bereits 2017 aus Marokko ausgereist und über die Türkei, Griechenland und Ungarn nach Serbien gekommen waren. Dort hatten sie sich 2020 in einem Asylbewerberheim kennen gelernt. Wie beide angaben, waren mehrfache gemeinsame Versuche nach Deutschland zu kommen, gescheitert.

Am 13. Mai gelang es ihnen schließlich, versteckt im Fahrgestell eines Sattel-Aufliegers, zunächst bis nach Wien und anschließend in gleicher Weise nach Deutschland kommen. Hier endete die lebensgefährliche Reise.

Nach Abschluss der vorläufigen Ermittlungen geht die Bundespolizei davon aus, dass die beiden Marokkaner ihre unerlaubte Einreise nach Deutschland selbst organisiert haben. Der Anfangsverdacht einer Schleusung hat sich nicht erhärtet.

Beide Männer stellten ein Asylbegehren. Die Bundespolizei brachte sie deshalb nach der Bestätigung eines negativen Corona-Tests noch am späten Abend in die Erstaufnahmeeinrichtung Regensburg.

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