Fr., 08.04.2016 , 01:59 Uhr

Furth im Wald: SEK-Einsatz endet glimpflich

Glimpflich ausgegangen ist in der Nacht zum Freitag (08.04.) ein Großeinsatz der Polizei in Furth im Wald (Landkreis Cham). Ein 41-jähriger Mann hatte sich in seiner Wohnung auf dem Marktplatz verschanzt. Nachbarn hatten zuvor die Polizei gerufen, weil er laut herumgeschrien und in der Wohnung randaliert hat. 

 

 

Laut Polizeisprecher Marco Müller, soll auch eine Axt mit im Spiel gewesen sein. Aufgrund dieser Gefährdungslage, entschied sich die Polizei, ein SEK-Team aus Nürnberg anzufordern. Der komplette Marktplatz der Stadt Furth im Wald wurde durch die Feuerwehr und die Polizei abgesperrt

 

Gegen 1.00 Uhr morgens stürmte das SEK-Team dann die Wohnung des Mannes und nahm ihn fest. Dabei erlitt er eine Platzwunde am Kopf.

 

Der ausführliche Polizeibericht

Gegen 20:25 Uhr verständigte ein Bewohner eines Mehrfamilienhauses am Stadtplatz in Furth im Wald die Polizei über Notruf und teilte mit, dass einer seiner Nachbarn gerade in dessen Wohnung randaliere.

Als Polizeibeamte am Einsatzort eintrafen, konnten sie den 51-jährigen Mann dabei beobachten, wie dieser mit einer Axt bewaffnet das Mobiliar seiner Wohnung zerstörte. Bei Versuchen, mit dem erheblich alkoholisierten 51-Jährigen in Kontakt zu treten, schlug er mit der Axt in Richtung der Polizeibeamten und drohte an, diese umzubringen. Bei dieser Kontaktaufnahme stellten die Beamten zudem fest, dass sich die 37-jährige Lebensgefährtin des Mannes ebenfalls in der Wohnung befand.

Aufgrund der erheblichen Fremd- und Eigengefährdung wurde sodann ein größerer Polizeieinsatz in die Wege geleitet. Neben Kräften der umliegenden Polizeidienststellen begaben sich auch die Verhandlungsgruppe des Polizeipräsidiums Oberpfalz und ein Spezialeinsatzkommando an den Einsatzort. Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes und der Freiwilligen Feuerwehr unterstützten bei dem Polizeieinsatz.

Da mehrere Versuche, den Mann kommunikativ zur Aufgabe seiner Handlungen zu bewegen scheiterten, drang das Spezialeinsatzkommando in die Wohnung ein und nahm den Mann gegen 00:40 Uhr fest. Er leistete bei der Festnahme erheblichen Widerstand und zog sich hierbei Verletzungen in Form einer Kopfplatzwunde zu.

Der Beschuldigte wurde ärztlich versorgt und hierfür in ein Krankenhaus verbracht. Da er sich in einer psychischen Ausnahmesituation befand, wurde eine Unterbringung in einer Fachklinik angeordnet.

Sowohl der 51-Jährige als auch dessen Lebensgefährtin sind amtsbekannt. Weder die Frau noch die eingesetzten Polizeibeamten wurden verletzt.Gegen den 51-Jährigen wurden Strafanzeigen, unter anderem wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung, der Bedrohung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, erstattet.

 

PM/RH/MF

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