Do., 07.05.2026 , 10:25 Uhr

Furth im Wald: Nacktfoto verschickt – dann begann die Erpressung

Ein 16-jähriger Jugendlicher aus dem Landkreis Cham ist Opfer von sogenannter „Sextortion“ geworden – einer perfiden Form der sexuellen Erpressung im Internet. Der Täter brachte den jungen Mann dazu, ein intimes Foto zu verschicken, und forderte anschließend Geld.

Der Vorfall ereignete sich am 01. Mai 2026. Die Polizeiinspektion Furth im Wald hat die Ermittlungen aufgenommen.

So lief die Erpressung in Furth im Wald ab

Über ein soziales Netzwerk erhielt der 16-Jährige eine Follower-Anfrage. Der unbekannte Täter kommunizierte anschließend auf charmante Weise mit dem Jugendlichen und gewann so dessen Vertrauen. Der junge Mann ging davon aus, mit einer Frau zu schreiben, die Interesse an ihm habe.

Im weiteren Verlauf forderte der Täter über einen Messenger-Dienst ein Nacktfoto an. Nachdem der 16-Jährige das Bild verschickt hatte, zeigte der Täter sein wahres Ziel: Er drohte, das Foto an sämtliche Kontakte des Jugendlichen weiterzuleiten.

Um dies zu verhindern, sollte das Opfer Steam-Karten kaufen und die Codes übermitteln.

Fast 100 Euro Schaden durch Steam-Karten

Aus Angst vor einer Veröffentlichung kaufte der Jugendliche Prepaid-Karten im Wert von knapp 100 Euro und schickte dem Täter die entsprechenden Codes zu.

Doch damit war die Sache nicht beendet: Der Täter verlangte weitere Steam-Karten. Daraufhin wandte sich der 16-Jährige an die Polizeiinspektion Furth im Wald. Die Ermittlungen dauern derzeit an.

Polizei warnt vor „Sextortion“

Bei der Betrugsmasche „Sextortion“ gehen Täter meist nach einem festen Muster vor. Zunächst bauen sie online eine scheinbare Beziehung auf. Anschließend bringen sie ihre Opfer dazu, intime Bilder oder Videos zu versenden. Danach folgt die Drohung, die Aufnahmen an Freunde, Familie oder Arbeitskollegen zu schicken – verbunden mit der Forderung nach Geld.

„Für die Betroffenen stellt dies eine erhebliche psychische Belastung dar, sodass es nicht selten zu Zahlungen kommt“.

Die Polizei rät deshalb, keine intimen Bilder an unbekannte Personen zu versenden und bei Erpressungsversuchen sofort Anzeige zu erstatten und gibt weitere Tipps:

So schützen Sie sich vor „sexueller Erpressung“

Falls Sie bereits erpresst werden

PI Furth im Wald / TVA Onlineredaktion

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