Fr., 17.03.2023 , 16:38 Uhr

Furth im Wald: Kurioser Autotransport löst Polizeieinsatz aus

Am Freitagvormittag (17. März) haben Further Bundespolizei-Fahnder einen polnischen Lastwagen nach Tschechien verfolgt. Der Fahrer hatte auf dem Transportauflieger zwei neue deutsche Polizeiautos transportiert.

Gegen 10:00 Uhr beobachtete eine zivile Bundespolizeistreife am ehemaligen Grenzübergang Furth im Wald einen polnischen Lastwagen mit aufgeladenen Fahrzeugen bei der Ausreise nach Tschechien. Das Kuriose daran: am Sattelauflieger waren unter anderem zwei nagelneue Polizeifahrzeuge des Landes Berlin ohne amtliche Kennzeichen.

Sofort stiegen die Fahnder aufs Gas und eilten dem Lastwagen hinterher. Es bestand der Verdacht des unerlaubten Verbringens von Polizeifahrzeugen ins Ausland. Weil der 39-jährige polnische Lastwagenfahrer auf die Anhaltesignale der Zivilfahnder zunächst nicht reagierte, verfolgten die Bundespolizisten das scheinbar flüchtende Fahrzeug bis auf tschechisches Hoheitsgebiet. Etwa 100 Meter nach der Landesgrenze konnten die Beamten den Lastwagen schließlich zum Halten bewegen.

Über das Gemeinsame Zentrum der deutsch-tschechischen Polizeizusammenarbeit verständigten die Beamten die Polizeibehörden im Nachbarstaat. Kurze Zeit später traf eine Streife der örtlichen Polizei ein und unterstützte ihre deutschen Kollegen.

Die Befragung des 39-Jährigen ergab, dass er die Berliner Polizeifahrzeuge in Niederbayern abgeholt hatte, um sie in Berlin auszuliefern. Durch die Angaben in den Frachtpapieren konnte dies bestätigt werden.

Der Grund, weshalb der Pole über die Grenze nach Tschechien fuhr, waren die Spritpreise: Der 39-Jährige gab an, dass er nur zum Tanken einen Abstecher nach Tschechien machen wollte, weil die Preise dort günstiger seien. Danach habe er seine Fahrt nach Berlin fortsetzten wollen.

Da sich der anfängliche Verdacht somit nicht bestätigte, kehrten auch die Bundespolizisten nach Deutschland zurück. Die Berliner Polizei wird sich sicherlich freuen, ihre zwei neuen Fahrzeuge bald in Empfang nehmen zu können.

 

 

Bundespolizei / MB

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