Mi., 13.03.2024 , 10:54 Uhr

Furth im Wald / Hamburg: Vereinter Kampf gegen illegalen Welpenhandel

Der Tierschutzverein VIER PFOTEN hat eine Fortbildungsveranstaltung für Polizei, Zoll und Bundespolizei gegeben. Darum ging es darum, wie man illegalen Welpenhandel verhindern kann.

Mitteilung der Polizei Furth im Wald

Im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel erhielt die Polizeiinspektion Furth im Wald am 12. März 2024 Besuch von VIER PFOTEN. In einer etwa vierstündigen Fortbildungsveranstaltung schulte das Investigations- und Rechercheteam, bestehend aus drei Expertinnen von VIER PFOTEN, etwa 50 Beamte von Polizei, Zoll und Bundespolizei zu Themen rund um den illegalen Welpenhandel. Die Schulung fand im Rettungszentrum Furth im Wald statt.

„Der illegale Welpenhandel wird oft als der drittgrößte illegale Markt nach Drogen und Waffen bezeichnet“,

sagt Birgitt Thiesmann, Researcher bei VIER PFOTEN.

Dementsprechend gut organisiert und strukturiert sind die Banden, die hinter diesem leidvollen Geschäft operieren. Da die Welpen in der Regel bei sogenannten Vermehrerstationen in Osteuropa „produziert“ werden, bevor sie viel zu jung und oft krank über Grenzen hinweg nach Westeuropa geschmuggelt werden, müssen gerade Polizisten und Mitarbeiter vom Zoll ein geschultes Auge für die Materie haben.

Als Mitglied des Investigations- und Rechercheteams von VIER PFOTEN kommt Birgitt Thiesmann seit 15 Jahren täglich mit den Machenschaften der illegalen Welpenhändler in Berührung und kennt die Tricks der Banden und privaten Händler. Ihr Wissen gibt sie gerne – gemeinsam mit ihrer Kollegin Saskia Dauter und der Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies – an die Beamten weiter.

„Wenn wir Beamte schulen, zeigen wir unter anderem auf, wie der illegale Welpenhandel strukturiert ist, woran man gefälschte Dokumente oder illegale Welpentransporte erkennt und welche Rolle Internetplattformen haben“,

erklärt die Expertin für illegalen Welpenhandel.

Anhand praktischer Beispiele und mithilfe von Filmbeiträgen wurde anschaulich dokumentiert, wie sich illegale Welpenhändler überführen lassen.

„Bei Beschlagnahmungen von Hunden haben wir in der Vergangenheit immer sehr gut und erfolgreich mit der Polizei zusammengearbeitet. Wir hoffen, gemeinsam mit den Beamten dem illegalen Treiben ein Ende zu bereiten und das Tierleid zu minimieren. Denn die von illegalen Welpenhändlern verkauften Tiere sterben oft wenige Tage nach dem Kauf wegen fehlender Impfungen und schlechtem Gesundheitszustand. Die Händler sind dann nur in seltenen Fällen auffindbar“,

sagt Birgitt Thiesmann.

Neben der Aufklärungsarbeit setzt sich VIER PFOTEN auch für ein strengeres Tierschutzgesetz ein und fordert, dass alle zum Verkauf angebotenen Tiere gechippt und registriert sein müssen, um es skrupellosen Tätern zu erschweren.

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