Di., 28.07.2026 , 08:48 Uhr

Furth im Wald: Frau verliert mehr als 100.000 Euro durch Online-Anlagebetrug

Eine 56-jährige Frau aus dem Dienstbereich der Polizeiinspektion Furth im Wald ist Opfer eines professionell inszenierten Online-Anlagebetrugs geworden.

Die Frau verlor dabei mehr als 100.000 Euro, nachdem sie auf das vermeintliche Angebot einer lukrativen Geldanlage hereingefallen war.

Prominente Werbung lockte auf falsche Investmentplattform

Die 56-Jährige wurde im Internet durch eine Werbeanzeige auf das angebliche Investment aufmerksam. Die Anzeige zeigte das Bild einer bekannten Persönlichkeit und vermittelte den Eindruck eines seriösen Angebots. Nachdem die Frau ihre persönlichen Daten auf der Internetseite eingegeben hatte, meldete sich telefonisch ein angeblicher Anlageberater und überzeugte sie zu einer ersten Einzahlung.

Hohe Gewinne nur vorgetäuscht

Im weiteren Verlauf kommunizierten die Betrüger überwiegend über einen Messenger-Dienst. Die Frau erhielt Zugang zu einer vermeintlichen Handelsplattform, auf der ihr kontinuierlich steigende Gewinne angezeigt wurden. Im Vertrauen auf die Echtheit der Plattform überwies sie in mehreren Transaktionen insgesamt mehr als 100.000 Euro.

Erst als sie sich ihre angeblichen Gewinne auszahlen lassen wollte und dies nicht möglich war, erkannte die 56-Jährige den Betrug. Sie erstattete in der vergangenen Woche Anzeige bei der Polizei Furth im Wald.

Polizei warnt vor betrügerischen Geldanlagen im Internet

Die Polizei nimmt den Fall zum Anlass, eindringlich vor Online-Anlagebetrug zu warnen. Die Täter werben häufig mit unrealistisch hohen Renditen und nutzen Bilder oder Namen prominenter Persönlichkeiten, um Vertrauen zu schaffen. Zunächst werden Interessenten mit kleinen Geldbeträgen zum Einstieg bewegt. Anschließend bauen die Betrüger durch regelmäßige Kontakte Vertrauen auf und drängen ihre Opfer zu immer höheren Investitionen.

Die auf den Plattformen angezeigten Gewinne existieren dabei nur auf dem Bildschirm. Tatsächlich fließt das überwiesene Geld direkt an die Betrüger. Spätestens wenn eine Auszahlung verlangt wird, brechen die Täter den Kontakt häufig ab oder fordern unter einem Vorwand weitere Zahlungen.

Polizei gibt Tipps zum Schutz vor Betrug

Die Polizei empfiehlt, bei Geldanlagen im Internet besonders vorsichtig zu sein. Unrealistisch hohe Renditeversprechen sollten immer misstrauisch machen. Anleger sollten Anbieter sorgfältig prüfen und sich nicht von professionell gestalteten Internetseiten oder prominenten Werbegesichtern täuschen lassen. Vor größeren Investitionen kann zudem eine unabhängige Finanzberatung sinnvoll sein. Wer Zweifel an einem Angebot hat oder einen Betrug vermutet, sollte keine weiteren Zahlungen leisten und sich umgehend an die Polizei wenden.

PM Furth im Wald / KH

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