Fr., 08.08.2025 , 11:28 Uhr

Furth im Wald: Besuch im Rotlichtmilieu - mit Folgen

Diesen Ausflug hätte sich der Mann sicher anders vorgestellt. Ein 30-Jähriger hatte Schulden bei einer Prostituierten- und fuhr deswegen mit ihr über die Grenze nach Deutschland, um Geld abzuheben. Dann stellte sich jedoch heraus, dass die Frau weder einen gültigen Reisepass, noch einen Aufenthaltstitel hatte.

Gegen 08:20 Uhr kontrollierten Beamte der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit München, die aktuell die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen unterstützen, ein Taxi mit tschechischer Zulassung bei der Einreise nach Deutschland am Grenzübergang Furth im Wald.

Im Fahrzeug saßen ein 30-jähriger Deutscher und eine 34-jährige Nigerianerin. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die Frau keinen gültigen Reisepass und keinen Aufenthaltstitel mit sich führte. Sie war lediglich mit einem Bademantel bekleidet.

Hintergrund im Rotlichtmilieu

Nach eigenen Angaben arbeitet die 34-Jährige in Tschechien im Rotlichtmilieu. Ihr nigerianischer Reisepass und ein italienischer Aufenthaltstitel sollen sich in einer Bar in Tschechien befinden. Der deutsche Fahrgast erklärte gegenüber den Beamten, dass er der Frau noch Geld für sexuelle Dienstleistungen schuldete. Aus Misstrauen habe sie ihn zum Geld abheben nach Deutschland begleiten wollen.

Kurz vor dem Grenzübertritt habe die Nigerianerin ihn darüber informiert, dass sie keine Ausweisdokumente bei sich habe. Der 30-Jährige räumte ein, diesen Hinweis ignoriert zu haben.

Ermittlungen wegen versuchter unerlaubter Einreise

Die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen leitete ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter unerlaubter Einreise gegen die Nigerianerin sowie wegen Beihilfe zur versuchten unerlaubten Einreise gegen den Deutschen ein.

Nach Abschluss der Maßnahmen durfte der Mann weiterreisen. Die Frau hingegen wurde aufgrund fehlender Dokumente zurückgewiesen. Da sie nicht ausreichend bekleidet war, konnte sie nicht eigenständig nach Tschechien zurückkehren. Die Bundespolizei übergab sie an die tschechischen Behörden.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Waldmünchen / MF

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