Wie die Bundespolizeiinspektion Waldmünchen mitteilt, haben Bundespolizisten den 49-jährigen Ukrainer in der Nacht von Samstag auf Sonntag am Grenzübergang Furth im Wald bemerkt, als er seine Ehefrau und seine drei Kinder nach Deutschland bringen wollte. Diese waren vor dem Krieg in der Ukraine geflohen.
Gegen 01:00 Uhr hatten die Beamten ein Auto mit ukrainischer Zulassung kontrolliert. Der Fahrer zeigte einen elektronischen Reisepass und einen gültigen deutschen Aufenthaltstitel vor. Mit im Auto waren laut Pressemitteilung die 46 Jahre alte Ehefrau des Mannes sowie die drei gemeinsamen Kinder im Alter zwischen 13 und 16 Jahren. Die Familienangehörigen des Mannes konnte dabei aber lediglich elektronische Reisepässe vorlegen.
Eigenen Angaben zufolge hatte der 49-Jährige seine Familie aus der Ukraine wegen den vorrückenden russischen Truppen geholt. Ukrainische Staatsangehörige mit elektronischen Reisepässen sind für einen Kurzaufenthalt von der Visumspflicht befreit. Da die Frau mit ihren Kindern in Deutschland aber längerfristig leben wollte, wäre für die Einreise ein Aufenthaltstitel erforderlich gewesen.
Das Bundespolizeirevier Furth im Wald ermittelt jetzt gegen den 49-jährigen Familienvater wegen Einschleusens von Ausländern sowie gegen die Ehefrau und die gemeinsamen Kinder wegen versuchter unerlaubter Einreise.
Die 46-Jährige stellte für sich und ihre minderjährigen Kinder ein Asylgesuch. Die Bundespolizisten leiteten die Mutter sowie den Sohn und die beiden Töchter an die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Regensburg weiter. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen gestatteten die Beamten dem Familienvater die Weiterfahrt mit seiner Familie nach Regensburg.
PM Bundespolizeiinspektion Waldmünchen / KH