Fr., 22.06.2018 , 11:21 Uhr

Fotoausstellung "Lebensfreude - Lebensfreunde" bei Barmherzigen Brüdern

Die Fotoausstellung von KISS „Lebensfreude – Lebensfreunde“ ist ab dem 28. Juni für 4 Wochen im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder zu sehen. Aktive aus zwölf Regensburger Selbsthilfegruppen zeigen mit ihren Bildern, wie für sie der Austausch mit Gleichbetroffenen bereichert. Gemeinsam mit anderen: das bewirkt ein mehr an Autonomie und Selbstbestimmtheit, stiftet Sinn und hilft bei der Krankheitsbewältigung.

In zwei Workshops haben sich die Künstlerinnen und Künstler gegenseitig Anregungen und Ideen gegeben, um von einer vagen Idee zur einer konkreten Bildaussage zu kommen und diese dann fotografisch umzusetzen.

Fachlich mit viel Fingerspitzengefühl, wurden sie begleitet und unterstützt von der Regensburger Fotografin Elisabeth Wiesner. Mit ihrer langjährigen Erfahrung hat sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ermutigt sich auszuprobieren und Fotos zu machen, die einen Teil ihrer Selbsthilfegeschichte erzählen und zum Nachspüren einladen.

Entstanden sind Bilder, die berührende Momente von Lebensfreude und Lebensfreunde in Szene setzen

Die Bildtitel vermitteln die besondere persönliche Bedeutung.
„Hadere nicht mit gestern, sondern freue dich auf morgen.“ Erich Ernst, einer der Fotografen und Leiter der Selbsthilfegruppe Deutsche Sauerstoffliga, beschreibt das Gefühl sehr treffend, dass viele Menschen dazu bringt, sich in Selbsthilfegruppen zu engagieren.
„Liebe ist der Sauerstoff der Seele“ so heißt sein Bild. Trotz einer seltenen, sehr schweren Lungenerkrankung lacht er lebensfroh gemeinsam mit seiner nicht-betroffenen Frau am Sauerstoffgerät in die Kamera.

Zur Vernissage mit einigen der Künstler findet am 28.6. um 18 Uhr in der Eingangshalle des Haupteinganges sind alle Interessierten herzlich willkommen.

Danach sind die Bilder für 4 Wochen im Verbindungsgang zum Haus St. Vinzent zu sehen.

Mit der Vernissage wird gleichzeitig ein weiteres Projekt vorgestellt, das die Qualitätszirkelgruppe „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ entwickelt hat:
Durch die „mobile Selbsthilfeberatung“ von KISS Regensburg, wird künftig immer am letzten Freitag im ungeraden Monat von 13.30 bis 16 h im Foyer des Haupteinganges ein persönlicher Anlaufpunkt für Patient*innen, Angehörige und Mitarbeiter*innen geschaffen.
Hier kann man direkt Wissenswertes über Selbsthilfegruppen erfahren oder auch direkt mit Aktiven in Kontakt kommen.   Der erste Termin dafür ist am 27. Juli.

Alleine in Stadt und Landkreis Regensburg sind es mehr als 250 Gruppen, in denen Menschen sich treffen, um sich in der gemeinschaftlichen Selbsthilfe Mut zu geben und sich gegenseitig zu stärken.

„Selbst ist die Hilfe und gemeinsam geht mehr!“ so beschreibt Renate Peschke, die seit vielen Jahren Besuchsdienst bei Darmkrebspatienten macht, ihre Mission.
Selbsthilfe – ein Weg der neue Perspektiven eröffnet.

Die Kontakt- und InformationsStelle für Selbsthilfe berät kostenfrei, unverbindlich und auf Wunsch auch anonym alle Bürgerinnen und Bürger, die mit einer Erkrankung oder sozialem Anliegen oder als Angehörige eine Erweiterung Ihres Handelns durch das Praxis- und Erfahrungswissen anderer Betroffener erhalten möchten und einer Selbsthilfegruppe beitreten möchten.

pm/LS

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