Do., 30.07.2015 , 09:36 Uhr

Flüchtlingsstrom: Stadt Regensburg richtet Notunterkunft ein

Da die von der Regierung der Oberpfalz betriebene vorläufige Übergangs-Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Regensburg derzeit voll besetzt ist, bereitet sich Regensburg auf die Ankunft weiterer Flüchtlinge vor. Dies bedeutet, dass ab kommender Woche Flüchtlinge in der Turnhalle der Clermont-Ferrand-Schule untergebracht werden müssen. Die Halle, die bereits im Oktober 2014 und im Februar 2015 als provisorische Flüchtlingsunterkunft gedient hat, wird für bis zu 200 Personen hergerichtet. Die Turnhalle bleibt voraussichtlich für die Dauer von etwa sechs Wochen, also während der Schulferien, geschlossen. Wann die Flüchtlinge ankommen und mit wie vielen Menschen tatsächlich zu rechnen ist, kann derzeit nicht abgeschätzt werden. Auch die Herkunft der Flüchtlinge ist noch nicht bekannt.

Bei der Betreuung der neu ankommenden Flüchtlinge ist die Stadt – neben dem Einsatz von eigenem Personal – wieder auf die Unterstützung von Hilfsorganisationen und deren haupt- und ehrenamtlichen Mitgliedern angewiesen.

OB bittet um Verständnis und Unterstützung

Oberbürgermeister Joachim Wolbergs bittet um Verständnis dafür, dass die Turnhalle nun erneut als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden muss. Darüber hinaus appelliert der OB an die Arbeitgeber, ehrenamtliche Helfer der Rettungs- und Hilfsorganisationen für diesen neuerlichen Hilfseinsatz von der Arbeit freizustellen. „Die Stadt und die mit ihr zusammenarbeitenden Hilfsorganisationen unternehmen große Anstrengungen, damit die zu uns kommenden Menschen ordentlich untergebracht und betreut werden können – und dazu brauchen wir wieder dringend Ehrenamtliche, denen ich für ihren Einsatz schon jetzt herzlich danke“, erklärt Joachim Wolbergs.

Unterbringung von Flüchtlingen ist eine Herausforderung

Wie vermutet hat die Flüchtlingswelle im Sommer noch einmal zugenommen. „Wir sehen uns in Regensburg in der humanitären Verpflichtung, die Menschen, die uns als Flüchtlinge zugewiesen werden, menschenwürdig aufzunehmen und zu betreuen“, so Wolbergs. „Die Unterbringung der Flüchtlinge wird zwar zunehmend eine Herausforderung für die Stadt, die wir jedoch ganz sicher alle gemeinsam bewältigen werden.“

Das könnte Dich auch interessieren

08.07.2026 Regensburg: Stadt setzt am Flaggentag ein Zeichen gegen Atomwaffen Regensburg beteiligt sich auch in diesem Jahr am Flaggentag der Mayors for Peace. Gemeinsam mit rund 600 Städten in Deutschland setzt die Stadt am 8. Juli ein Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Dazu wird am Kohlenmarkt die Flagge der internationalen Organisation gehisst. Regensburg unterstützt Mayors for Peace seit 2015 Die Stadt Regensburg gehört 30.06.2026 Nordspange: Aumer und Rumstadt fordern sorgfältige Prüfung des Bürgerbegehrens Nach der Übergabe der Unterschriften für das geplante Bürgerbegehren gegen die Nordspange fordern der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer und Lappersdorfs Erster Bürgermeister Franz Rumstadt eine umfassende Prüfung der rechtlichen Zulässigkeit durch die Stadt Regensburg. Sorgfältige Prüfung gefordert Nach Ansicht von Peter Aumer müsse ein Bürgerbegehren alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen. „Direkte Demokratie lebt davon, dass die Bürgerinnen 11.05.2026 München: Urteil gegen Regensburgs Ex-OB Wolbergs erwartet Am Mittwoch (13. Mai) soll im Parteispenden-Prozess gegen den früheren Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs vor dem Landgericht München I das Urteil fallen. Damit geht ein weiteres Kapitel im langjährigen Verfahren um mutmaßliche Vorteilsnahme zu Ende. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren wegen neun Fällen der Vorteilsnahme. Die Verteidigung plädiert auf Freispruch – und 27.04.2026 Landkreis Regensburg: Langjährige Bürgermeister im Landratsamt verabschiedet Landrätin Tanja Schweiger würdigte das Engagement der scheidenden Gemeindeoberhäupter und dankte für die enge Zusammenarbeit auf Landkreisebene. Langjährige Bürgermeister verabschiedet Verabschiedet wurden Herbert Heidingsfelder (Gemeinde Alteglofsheim), Hans Thiel (Gemeinde Barbing), Irmgard Sauerer (Gemeinde Brennberg), Diethard Eichhammer (Gemeinde Deuerling), Jürgen Sommer (Markt Donaustauf), Thomas Eichenseher (Gemeinde Duggendorf), Herbert Tischhöfer (Stadt Hemau), Christian Hauner (Markt