Do., 09.01.2020 , 08:10 Uhr

Fast nur noch geringe Lawinengefahr in bayerischen Alpen

Gute Nachrichten für alle, die am Wochenende in die Berge wollen: Die meist ohnehin geringe Gefahr von Gleitschneelawinen wird nach Einschätzung des Lawinenwarndienstes Bayern wegen einer stabilen Wetterlage langsam zurückgehen. Für Donnerstag galt die Lawinengefahr lediglich in den Allgäuer Alpen unterhalb von 2200 Metern als mäßig (Warnstufe 2 von 5). Im restlichen bayerischen Alpenraum stuften die Experten sie sogar nur als gering ein.

Gleitschneelawinen seien das Hauptproblem. «Mit Schwerpunkt im Allgäu kann es hier zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Auslösung mittelgroßer Gleitschneelawinen kommen», hieß es auf der Internetseite der Behörde in München. Oberhalb von 1600 Metern könnten vereinzelt Schneebrettlawinen in tiefgelegenen Altschneeschichten ausgelöst werden. «Dies ist im schattseitigen, extremen Steilgelände an Übergängen von wenig zu viel Schnee mit großer Zusatzbelastung, zum Beispiel durch einen Bergsteiger zu Fuß, möglich. Die Absturzgefahr ist dabei höher einzuschätzen als die Gefahr, verschüttet zu werden.»

Die Schneedecke soll sich auch in den Hochlagen zusehends verfestigen. «Die Schneeoberfläche ist meist verharscht und taut trotz der warmen Temperaturen im Tagesverlauf kaum auf», erläuterten die Fachleute. Pulvriger Schnee finde sich noch in schattigen und windgeschützten Bereichen in einer Höhe über 1600 Metern. Hingegen liege unterhalb von 1200 Metern kaum Schnee.

dpa

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