Im Landkreis Regensburg konnten in diesem Jahr knapp 15.000 Kröten, Frösche und Molche sicher zu ihren Laichplätzen gebracht werden. Bayernweit werden durch ähnliche Aktionen jährlich rund 500.000 Amphibien gerettet.
Seit Ende Februar betreuten die Ehrenamtlichen über mehrere Wochen hinweg Amphibienschutzzäune entlang stark befahrener Straßen. Dort sammeln sie die Tiere ein, die bei steigenden Temperaturen aus ihren Winterquartieren zu ihren Laichgewässern wandern.
Kühle Nächte und anhaltende Trockenheit wirkten sich in diesem Jahr auf die Wanderbewegungen aus, sodass die Zahlen etwas unter dem Vorjahresniveau blieben. Besonders aktiv war die Ortsgruppe Regenstauf-Zeitlarn mit rund 3.460 geretteten Tieren.
Die jährliche Rettungsaktion ist ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. Entscheidend für den dauerhaften Erhalt der Amphibienbestände bleibt jedoch der Schutz ihrer Lebensräume. Dazu gehören intakte Gewässer, feuchte Wiesen und Weiden sowie möglichst geringe Belastungen durch Pflanzenschutzmittel – vor allem entlang der Wanderkorridore und an Straßenquerungen.
Damit die Betreuung der Schutzzäune auch künftig gesichert bleibt, werden weitere Unterstützerinnen und Unterstützer gesucht. Gerade jüngere Engagierte sind gefragt, um die wichtige Arbeit im Amphibienschutz im Landkreis Regensburg langfristig fortzuführen.
BUND Naturschutz Kreisgruppe Regensburg/JM