Di., 09.04.2019 , 05:28 Uhr

Fall Monika Frischholz: Polizei sucht Waldstück ab

Mit Bekanntgabe vom Dezember 2018 hat die Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.Opf. die „EG Froschau“ gegründet, welche das Verschwinden und den möglichen Tod der seit über 42 Jahren in Flossenbürg abgängigen 12-jährigen Monika Frischholz aufklären soll. Von der These, dass das Mädchen ermordet wurde, rückt die Ermittlungsgruppe weiterhin nicht ab. Heute fanden erste Grabungsarbeiten an einem möglichen Ablageort der Leiche südlich von Waldkirch statt.

 

Wie heute Morgen angekündigt, fanden heute ganztägig polizeiliche Grabungsarbeiten an einem Waldrand bei Waldkirch in der Nähe von Flossenbürg statt. An dieser Stelle vermutet die Polizei einen möglichen Ablageort der Leiche von Monika Frischholz. Der Anlass dort zu graben ergab sich auch aus einer Vielzahl von wertvollen Hinweisen aus der Bevölkerung.

Gegen 13.30 Uhr wurden Teile eines Fahrzeugs gesichtet, welches anschließend gänzlich freigelegt und geborgen wurde. Dabei handelte es sich dem ersten Anschein nach um einen VW Käfer. Im weiteren Verlauf der Grabungen wurden Feststellungen gemacht, welche möglicherweise im Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren stehen können. Da diese Erkenntnisse jedoch zunächst weiterer Ermittlungen und Abklärungen bedürfen, können dazu derzeit keine weiteren Angaben gemacht werden.

Monika Frischholz wurde am 25.05.1976, gegen 15.30 Uhr, in ihrem Heimatort Flossenbürg zum letzten Mal lebend gesehen. Das Mädchen war damals 12 Jahre alt.

Die Kriminalbeamten der EG Froschau wurden bei ihrer heutigen Arbeit von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen unterstützt. So waren u.a. Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.OPf., der sogenannten Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes, der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. und einer technischen Einsatzeinheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg vor Ort.

Die Arbeiten werden morgen Vormittag ab etwa 09.00 Uhr fortgesetzt. Ob und inwieweit die forensischen Grabungen zu einer Auffindung von menschlichen Überresten oder Beweismitteln führen werden ist weiterhin offen.

 

Die vom Bayerischen Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, in Höhe von

10.000 Euro

(in Worten: zehntausend Euro)

soll nach wie vor motivieren, Informationen an die Polizei weiter zu geben.

Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, werden um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Mordes unter der Rufnummer 0961/401-291 gebeten. Jeglicher noch so kleine Hinweis kann weiterhin für die Ermittler von großer Bedeutung sein.

Das könnte Dich auch interessieren

23.06.2026 Erneute Brandstiftung: Zwei Jugendliche nach Lagerhallenbrand in Untersuchungshaft Nach dem schweren Brand einer Lagerhalle in Ursensollen im Landkreis Amberg-Sulzbach sitzen zwei 17-Jährige in Untersuchungshaft. Die Jugendlichen stehen im Verdacht, das Feuer vorsätzlich gelegt zu haben. Der entstandene Schaden wird auf rund 500.000 Euro geschätzt. Hinweise auf Brandstiftung Bei dem Brand wurden unter anderem ein Lastwagen, Holzmöbel und Gasflaschen beschädigt. Während der Löscharbeiten entdeckten 23.06.2026 Hemau: Hohe Gewinne versprochen – am Ende war das Geld weg Ein 60-jähriger Mann aus Hemau ist Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Über mehrere Monate hinweg investierte er Geld in eine vermeintliche Trading-Plattform und verlor dabei einen Betrag im unteren fünfstelligen Eurobereich. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg. Über Werbelink auf Plattform aufmerksam geworden Der Mann wurde über einen Link auf einer Videoplattform auf die angebliche Geldanlage 23.06.2026 Berching: Einbruch in Behindertenwerkstatt In den letzten Tagen wurde in eine Behindertenwerkstatt in Berching eingebrochen. 18.06.2026 Dietfurt a. d. Altmühl: Segelflugzeug stürzt nach Kollision ab – Pilot verletzt Bei Dietfurt a. d. Altmühl im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz sind am Donnerstagnachmittag zwei Segelflugzeuge in der Luft zusammengestoßen.