Sa., 15.05.2021 , 20:01 Uhr

ESV 1927: Großer Schritt in Richtung 2. Handball-Bundesliga

Schier unglaubliche 14 Monate musste der ESV 1927 Regensburg auf ein Heimspiel im „Bunker“ warten: Mit dem Spitzenspiel der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga gegen den MTV Heide stand dann gleich ein echtes Highlight an, das allerdings als Geisterspiel ausgetragen werden musste. Aber auch ohne die direkte Unterstützung der treuen Fans vor Ort waren die Bunker Ladies maximal motiviert, sich die Tabellenführung von den Gästen aus Schleswig-Holstein zu holen.

Die Pressemitteilung des ESV im Wortlaut:

Mit einer sehr offensiven Deckung versuchten die Gäste, die sich vor der Aufstiegsrunde mit drei Spielerinnen vom Kooperationspartner Wattenbek verstärkt hatten, die Regensburgerinnen aus dem Konzept zu bringen. Das schaffte aber eher die Flut von frühen Zeitstrafen, mit deren Verteilung von 4:0 in der Anfangsviertelstunde die ESV-Verantwortlichen angesichts der aggressiven Gästedeckung überhaupt nicht einverstanden waren. Beim 6:8-Zwischenstand nach etwas über zehn Minuten standen die Regensburgerinnen zu viert auf der Platte, und es war mächtig Druck auf dem Kessel: Im Falle einer Niederlage wäre es fast unmöglich geworden, noch einen Direktaufstiegsplatz zu ergattern. Auf der anderen Seite bot der Modus mit der Einfachrunde auch die Möglichkeit, im Erfolgsfall nicht nur mit den Gästen gleichzuziehen, sondern auch den direkten Vergleich für sich zu entscheiden. Der ESV bewies gerade in Unterzahl enorme Willensstärke: Die personifizierte Durchschlagskraft war dabei Spielmacherin Anna Fuhrmann, die fünf ihrer sechs Feldtore im ersten Durchgang erzielte. Ein Sonderlob der Trainer erhielt auch Youngster Sophia Peter: Das erst 17-jährige Talent übernahm viel Verantwortung, erzielte fünf Treffer und lieferte auch in der Abwehr eine starke Leistung ab. In der Deckung hatten die Regensburgerinnen noch das größte Steigerungspotenzial, während man in der Offensivausbeute beim 16:15-Pausenstand durchaus zufrieden sein konnte.

Nach dem Seitenwechsel konnte sich das Heimteam in der Deckung merklich steigern und das gefährliche Kreisläuferspiel der Gäste fast komplett unterbinden. Die Ballgewinne, auch durch viele Paraden der Torhüterinnen Natalia Krupa und Andrea Poschenrieder initiiert, wurden in konsequentes Tempospiel umgemünzt. Die erneut bärenstarke Franzi Peter ging mit ihrer Dynamik gnadenlos auf die Nahstellen und zog so einige Zeitstrafen. Bei Heide ging im Angriff nur noch etwas durch Eins-gegen-eins-Situationen der Rechtshänderinnen im Rückraum, die anderen Positionen hatte der ESV-Abwehrverbund komplett im Griff. Das ungewöhnliche Siebenmeterverhältnis von 1:13 aus ESV-Sicht ging durchaus in Ordnung. Regensburg spielte sich in einen Rausch und die höchste Führung zehn Minuten vor dem Ende betrug neun Tore. Am Ende leuchtete ein überragender 32:25-Erfolg von der Anzeigetafel, der dem ESV nach dem dritten Spieltag die Tabellenführung bescherte.

Trainer Csaba Szücs war nach dem Schlusspfiff überglücklich: „Die Mannschaft hat das heute sensationell gemacht. Wir hatten nach der unglücklichen Niederlage in Aldekerk viel Druck und die Mädels haben dem – gerade auch in der schwierigen Phase im ersten Durchgang – standgehalten und begeisternden Handball gespielt“, lobte der erfahrene Coach sein Team.

Die Bunker Ladies haben sich durch den Erfolg eine hervorragende Ausgangsbasis geschaffen und können den Aufstieg am kommenden Samstag gegen Allensbach klar machen. Dass dies alles andere als ein Selbstläufer wird, zeigt das 27:27-Unentschieden der „Hühner vom Bodensee“ gegen Aldekerk. Die Regensburgerinnen wollen sich aber mehr denn je selbst für den enormen Aufwand belohnen und sich im Training entsprechend fokussiert auf das „Endspiel“ gegen Allensbach – der ESV ist am fünften und letzten Spieltag spielfrei – vorbereiten.

 

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