Am Freitagnachmittag (08.05.2026) hat sich ein Pkw-Fahrer in Eschlkam einer Grenzkontrolle entzogen und ist mit stark überhöhter Geschwindigkeit geflüchtet. Die Verfolgung führte über mehrere Ortschaften bis nach Tschechien, wo der Mann nach einem Unfall festgenommen wurde.
Gegen 17:30 Uhr wollten Beamte der Grenzpolizeigruppe Furth im Wald auf der Neumarker Straße einen Seat Altea mit tschechischer Zulassung kurz nach der Einreise nach Deutschland anhalten und kontrollieren.
Der Fahrer missachtete jedoch die Anhaltesignale und flüchtete. Mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit fuhr er in Richtung Seugenhof, weiter nach Stachesried und anschließend über die Staatsstraße in Richtung Furth im Wald. Dort verloren die Beamten den Wagen zunächst aus den Augen.
Gegen 20:30 Uhr entdeckten die Polizisten den dunklen Seat erneut im Gemeindebereich Eschlkam. Auch beim zweiten Versuch, das Auto anzuhalten, setzte der Fahrer seine Flucht fort – erneut mit rücksichtsloser Fahrweise.
Die Strecke führte diesmal über die Freibachstraße in Eschlkam, durch den Ortsteil Großaign und weiter in Richtung Grenzübergang.
Im Rahmen der Nacheile folgten die Beamten dem Fahrzeug auch über die Grenze hinweg. Kurz vor der tschechischen Ortschaft Kdyne verloren sie den Wagen jedoch erneut aus den Augen und brachen die Verfolgung ab.
Die inzwischen informierte tschechische Polizei stellte den flüchtigen Seat später im Stadtgebiet von Kdyne fest. Das Fahrzeug war dort verunfallt.
Der Fahrer, ein 36-jähriger Tscheche aus Kdyne, wurde festgenommen. Erste Ermittlungen ergaben, dass der Mann keine Fahrerlaubnis besitzt. Zudem stand er offenbar unter Drogeneinfluss, ein Drogenschnelltest verlief positiv.
Auf deutscher Seite wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens gegen den 36-Jährigen ermittelt.
Fahrzeugführer und Fußgänger, die am Freitag zu den genannten Zeiten zwischen Seugenhof und Stachesried, auf der Staatsstraße 2154 sowie später auf der Staatsstraße 2140 von Eschlkam in Richtung Landesgrenze gefährdet wurden, sollen sich bei der Polizeiinspektion Furth im Wald melden.
Pressemitteilung Polizeiinspektion Furth im Wald / MF