Fr., 13.09.2019 , 14:57 Uhr

Erste Hilfe: Helfen oder Wegsehen?

Laut einer Umfrage trauen sich 40 Prozent der Deutschen nicht im Notfall Erste Hilfe zu leisten. Bei näherer Befragung stellt sich heraus, dass viele Menschen gar nicht wissen, was zu tun ist, um zu helfen. Andere haben Angst davor Fehler zu machen und damit die Situation zu verschlimmern.

Dabei ist doch jeder Mensch verpflichtet bei einem Notfall zu helfen und zumindest die Grundlagen der Ersten Hilfe zu wissen. Immerhin bekommt man sie durch einen Kurs in der Schule oder bei der Vorbereitung zum Führerschein vermittelt. Letztendlich ist die Verweigerung Erste Hilfe zu leisten strafbar. Wer jedoch hilft und sein Bestes gibt, hat auch bei möglichen Fehlern keine rechtlichen Konsequenzen zu befürchten.

Erste Hilfe: Was tun im Ernstfall?

Am 14. September, dem Tag der internationalen Ersten Hilfe, startet deutschlandweit das neue Kurskonzept der Johanniter. Unter dem Namen "Fit in Erster Hilfe" umfasst dieses Konzept die Ausarbeitung eines digitalen Erste Hilfe Baukastens, damit das Ersthelfer Training zeitgemäßer und praxistauglicher wird. So kann der Kursleiter mittels Programm verschiedenste Situationen erzeugen, die dann mit den Teilnehmern praktisch behandelt werden. So wird für einen richtigen Notfall eine sichere und routiniertere Anwendung der Ersten Hilfe geschult.

Zusätzlich zur gekonnten Handlung beim Ernstfall ist es auch wichtig beim Autofahren den notwendigen Verbandskasten dabei zu haben. Der Auto Club Europa rät allen Autofahrern ihre Erste-Hilfe-Kästen mindestens ein Mal jährlich und vor jeder Reise auf Gültigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen. Ist der Inhalt des Pakets abgelaufen oder kurz davor, so muss er umgehend ersetzt werden. Übrigens: Erste Hilfe-Sets, die der DIN 13164 entsprechen, erfüllen nicht nur die deutschen Standards, sondern auch die Anforderungen der meisten europäischen Länder.

 

Das Wichtigste beim Notfall:

 

 

 

Wenn Sie Ersthelfer sind müssen Sie sich vergewissern, dass keine Personen sich im Gefahrenbereich aufhalten. Wenn nötig tragen Sie das Unfallopfer aus der Zone. Rufen Sie sofort den Notruf mit der Nummer 112 an.

 

 

 

 

Überprüfen Sie, ob die Person bei Bewusstsein ist. Ist sie nicht bewusstlos, bleiben Sie bei ihr und warten Sie auf den Notarzt.

 

 

 

Ist das Opfer jedoch nicht bei Bewusstsein, muss umgehend die Atmung überprüft werden. Ist Atmung vorhanden, dann muss die stabile Seitenlage angewendet werden. Wählen Sie spätestens hier den Notruf.

 

 

 

Atmet die Person nicht, muss mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung angefangen werden. Hierfür drücken Sie mit überkreuzten Handballen gleichmäßig auf den Brustkorb des Bewusstlosen. Um einen gleichmäßigen Rhythmus einzuhalten, hilft der Song "Staying Alive" von den Bee Gees. Dieser Vorgang muss 30 Mal durchgeführt werden.

 

 

 

Nach 30-maligem Drücken, muss die Person beatmet werden. Hierfür neigen Sie den Kopf des Opfers vorsichtig nach hinten, damit die Luftröhre frei ist, danach beatmen Sie 2 Mal. Wiederholen Sie diesen Vorgang bis der Notarzt eintrifft.

Für mehr Infos: https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/

 

 

MWi

 

Unsere Beiträge zur Lebensrettung:

"Schüler retten Leben": Puppenübergabe an Schulen
Aktion "Schüler retten Leben" - auch Lehrer legen Hand an
Lebensretterwoche: Aktion - "Schüler retten Leben"
Lebensretterwochen: Prof. Graf erklärt die Reanimation
Leben retten: So funktionieren die neuen Übungspuppen

Das könnte Dich auch interessieren

03.03.2026 Regensburg: Tag der Archive 2026 am 6. und 7. März Unter dem bundesweiten Motto „Alte Heimat – Neue Heimat“ öffnen staatliche, kommunale, kirchliche und private Archive ihre Türen und gewähren Einblicke in ihre Arbeit und Bestände. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Angebot mit Führungen, Präsentationen und Vorträgen. Führungen am 6. März: Spitalarchiv, Universitätsarchiv und Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv Am Freitag, 6. März 2026, 03.03.2026 Regensburg: Jeder zehnte Arbeitnehmer suchtgefährdet – Caritas setzt klares Zeichen In Deutschland gilt jeder zehnte Arbeitnehmer als suchtgefährdet. Suchtprobleme machen damit auch vor Werkstoren und Bürotüren nicht halt. Die Folgen sind spürbar: mehr Fehlzeiten, mehr Arbeitsunfälle und sogar Frühverrentungen. Der bundesweite wirtschaftliche Schaden liegt laut Deutscher Hauptstelle für Suchtfragen bei über 30 Milliarden Euro . Bei der Fachambulanz für Suchtprobleme im Caritasverband Regensburg ist nun 23.02.2026 Bayern: Exporte steigen 2025 leicht Bayerns exportabhängige Industrie hat sich im Jahr 2025 trotz schwieriger Bedingungen behauptet. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, stiegen die weltweiten Ausfuhren um 0,9 Prozent auf knapp 227 Milliarden Euro. Gleichzeitig legten auch die Importe um 0,9 Prozent auf 229,3 Milliarden Euro zu. Damit bleibt es bei einem – wenn auch vergleichsweise kleinen – Handelsdefizit. Besonders 23.02.2026 75 Jahre Krones: Vom Neutraublinger Handwerksbetrieb zum globalen Technologiepartner