Fr., 24.06.2022 , 16:00 Uhr

Eisbären Regensburg: Meister-Torwart Patrick Berger verlängert seinen Vertrag

Der frisch gebackene Meister-Torwart Patrick Berger bleibt für mindestens eine weitere Saison bei den Eisbären Regensburg. Er hat seinen Vertrag verlängert.

Er hielt in den Playoffs, was zu halten war: Mit Goalie Patrick Berger hat der frisch gebackene Meister der Eishockey-Oberliga und Zweitliga-Aufsteiger Eisbären Regensburg einen der absoluten Aufstiegsgaranten weiter an sich gebunden. Der 24-Jährige hat seinen Vertrag um eine Saison verlängert und bleibt den Domstädtern damit auch in der zweithöchsten deutschen Spielklasse, der DEL2, erhalten.

Der Schlussmann, der 2019 zunächst per Förderlizenz und ein Jahr später dann fest aus Landshut nach Regensburg kam, spielte in der abgelaufenen Saison nicht nur seine beste Hauptrunde im Trikot der Oberpfälzer, sondern steigerte sich in den anschließenden Aufstiegsspielen sogar noch. Weil sich Peter Holmgren, mit dem er sich zuvor meist im Kasten abgewechselt hatte, kurz vor Beginn der heißen Phase schwer verletzte, hütete Berger in allen 17 Playoff-Partien das Gehäuse der Eisbären und ließ dabei im Schnitt nur 2,19 Gegentore pro Begegnung zu. Mit seinen wiederholt starken Leistungen machte er die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg überhaupt erst möglich.

 

Für Berger war es bereits der zweite Oberliga-Titel als startender Torwart: Bereits 2018/2019 war ihm dieses Kunststück mit dem EV Landshut geglückt. Nach dem Aufstieg der Niederbayern hütete er insgesamt elf Mal das Tor des EVL in der Zweiten Liga, lief aber auch per Förderlizenz für die Eisbären in der Oberliga auf. Vor der Saison 2020/2021 folgte der feste Wechsel in die Donau-Stadt.

 

Diese Erfolge schon in jungen Jahren ringen auch Eisbären-Coach Max Kaltenhauser Respekt ab: „Wenn jemand in dem Alter schon zwei Mal als startender Torhüter die Oberliga gewonnen hat, spricht das natürlich für enorme Qualität. Er ist immer sehr fleißig und wissbegierig, die Jungs mögen ihn sehr gern in der Kabine. Patrick ist immer positiv und eine sehr angenehme Persönlichkeit. Und, besonders wichtig: Er will sich immer verbessern.“ Die Situation nach der Holmgren-Verletzung sei in den Playoffs „nicht so angenehm“ gewesen: „Patrick wusste, dass jetzt die Last auf seinen Schultern liegt. Das war sicher nicht ganz leicht für ihn.“ Nach holprigem Start in die Playoffs in der Achtelfinal-Serie gegen Leipzig habe sich Berger mit grandiosen Leistungen als entscheidender Rückhalt etabliert. „Ich freue mich für ihn, dass er jetzt in der DEL2 den nächsten Schritt machen kann. Es sind alle Zutaten da: Charakter, Ehrgeiz, Fleiß – ich denke, er kann sich noch weiter steigern!“ Was Kaltenhauser besonders wichtig ist: Der Zusammenhalt im Goalie-Gespann der Regensburger. „Peter Holmgren und Johnny Leserer haben Patrick nach allen Kräften unterstützt. Das war mitentscheidend für den Erfolg“, betont der Trainer.

 

Berger selbst sah die Drucksituation in den Playoffs auch als Möglichkeit, sich zu beweisen: „Vorher war es immer ein Battle zwischen Peter und mir, die Spiele wurden aufgeteilt. Wir beide hatten eine brutale Saison. Dann habe ich mich verletzt, das war bitter. Ich habe mich schon darauf eingestellt, dass Peter deswegen in den Playoffs startet.“ Kaum war Berger wieder fit, folgte die Verletzung von Holmgren. Berger erinnert sich: „Das hat mir sehr leid getan für ihn. Wir haben beide die ganze Saison darauf hintrainiert, in den Playoffs in Top-Form zu sein. Aber das war für mich auch eine Chance nach meiner eigenen Verletzung. Natürlich habe ich mich auch gefreut, dass ich spielen kann.“

 

„Ich habe es schon so oft gesehen und auch erlebt: Du spielst eine Hammer-Saison und in den Playoffs kackst du dann rein. Da braucht es deine beste Leistung“, erklärt Berger. Was heuer besser lief? „Die erste Serie gegen Leipzig war direkt sehr prägend. Wir sind nach der Auftaktniederlage zuhause meistens hinterhergelaufen, hatten zwei Spiele mit dem Rücken zur Wand. Und in Partie 5 in Regensburg ging es sogar in die zweite Overtime, nachdem wir davor beide Heimspiele verloren hatten. Aber dann haben wir das gewonnen und sind weitergekommen. Und ab da wussten wir: Egal was ist oder wie schlecht es läuft, wir können immer nochmal zurückschlagen.“

 

Dass er schon zum zweiten Mal den Oberliga-Titel gewinnen konnte, bezeichnet Berger als „große Ehre. Das macht mich schon stolz. Beide Male waren unglaublich.“ Die Entscheidung, in Regensburg zu bleiben, sei ihm nicht schwer gefallen: „Ich hoffe, dass ich mich dieses Mal mehr in der DEL2 beweisen kann als 2019. Ich habe hier ein sehr gutes Gefühl, spüre das Vertrauen vom Trainer und den Verantwortlichen. Ich bin mir sicher: Es wird besser als damals.“ Die Teamkollegen hätten ebenfalls zur Entscheidung beigetragen: „Die Mannschaft ist unglaublich, es macht riesen Spaß mit den Jungs. Aber auch das Umfeld ist in Regensburg super, die Stimmung, das Verhältnis zum Trainer. Ich fühle mich hier einfach wohl und wollte unbedingt bleiben.“

 

Jan-Mirco Linse

Das könnte Dich auch interessieren

07.03.2026 Tabellenführer zu souverän: Eisbären unterliegen Krefeld 0:4 Die Eisbären Regensburg verloren ihr Heimspiel gegen Tabellenführer Krefeld Pinguine mit 0:4, behaupteten jedoch trotz der Niederlage Platz sechs und können sich mit mindestens einem Punkt am letzten Spieltag in Ravensburg aus eigener Kraft direkt für die Play-offs qualifizieren. 04.03.2026 Eisbären Regensburg verlängern mit Co- und Torwarttrainer Die Pressemitteilung: Mit dieser Entscheidung stärkt der Klub gezielt die sportliche Struktur hinter der Mannschaft. Beide Trainer arbeiten eng mit Headcoach Peter Flache zusammen und haben in der laufenden Spielzeit maßgeblich zur Stabilisierung und Weiterentwicklung des Teams beigetragen. Geschäftsführer Peter Holmgren erklärt: „Hugo und Joey leisten zusammen mit Peter hervorragende Arbeit. Sie bringen Professionalität, Verlässlichkeit 26.02.2026 Regensburg: Eisbären verlängern Vertrag mit Headcoach Peter Flache Der Vertrag mit Headcoach Peter Flache ist verlängert. 12.02.2026 Eishockey verliert prägende Trainerpersönlichkeit - Jiri Ehrenberger verstorben Der Deggendorfer SC hat heute eine traurige Nachricht bekannt geben: Jiri Ehrenberger ist am Mittwoch im Alter von 70 Jahren nach langer, schwerer Krankheit im Kreis seiner Familie verstorben. Der gebürtige Tscheche war unter anderem auch Trainer bei den Eisbären Regensburg.