Mi., 26.07.2017 , 17:27 Uhr

Einweihung grenzüberschreitendes BRK-Rettungszentrum in Furth im Wald

„Ich freue mich sehr, dass das ‚Koordinierungszentrum grenzüberschreitender Rettungsdienst‘ im BRK-Rotkreuzhaus eine Heimat findet und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rettungsdienst mit Leben füllt.“ Das sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann anlässlich der Einweihung des Zentrums in Furth im Wald. Unter Beteiligung des Bayerischen Roten Kreuzes, der Technischen Hochschule Deggendorf, der Universität Pilsen und des Rettungsdienstes Pilsen wird die grenzüberschreitende Notfallrettung zwischen Bayern und der Tschechischen Republik mit diesem Koordinierungskonzept strukturiert und weiter gefestigt. Herrmann: „Die Mittel der Europäischen Union sind daher höchst sinnvoll in einem wegweisenden Projekt angelegt.“

Insbesondere vor dem Hintergrund der Sprachbarriere sei es für die Intensivierung der Zusammenarbeit wertvoll, dass Strukturen geschaffen würden, in denen alle am Rettungsdienst Beteiligten sowohl auf bayerischer als auch auf tschechischer Seite einen verlässlichen Anlaufpunkt haben. Herrmann: „Das ist für die Tschechische Republik und für Bayern ein großer Erfolg!“

Mit den verschiedenen Arbeitspaketen des Koordinierungskonzepts würden – angefangen von gemeinsamen Konferenzen und Übungen bis zu gegenseitigen Schulungen und Praktika – vielfältige Möglichkeiten für gegenseitiges Kennenlernen und Austausch geschaffen.

Herrmann nannte es beruhigend zu wissen, dass es in Bayern ein so starkes Netzwerk aus freiwilligen Hilfsorganisationen, Rettungsdiensten, Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr, Bundespolizei und unserer Bayerischen Polizei gebe, die mit den Katastrophenschutzbehörden eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten. „Diesen Teamgedanken haben das Bayerische Rote Kreuz Cham und die Freiwillige Feuerwehr Furth im Wald hier mit dem Gemeinsamen Rettungszentrum in vorbildlicher Weise umgesetzt. Versorgungstechnik, Übungshof, Schulungsräume und Waschhalle können gemeinsam genutzt und so Synergien geschaffen werden.“ Die modernen Räumlichkeiten würden eine gemeinsame Bleibe für den Rettungsdienst, die BRK-Bereitschaften und das Koordinierungszentrum ‚Grenzüberschreitender Rettungsdienst‘ bieten.

Herrmann abschließend: „Wir können uns glücklich schätzen, ein so gut aufgestelltes System der Gefahrenabwehr- und Hilfeleistung in Bayern zu haben.“

 

PM/LH

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