Mo., 26.11.2018 , 17:34 Uhr

Die Zukunft der Automobilindustrie in der Oberpfalz

Die Region Regensburg der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm haben sich am Montag mit Verantwortlichen der Oberpfälzer Automobil- und Zulieferindustrie getroffen. Dabei ging es um die Chancen und Herausforderungen der der Branche in der Oberpfalz. Thomas Ebenhöch, Vorstandsvorsitzender der bayme vbm Bezirksgruppe Oberpfalz und Werkleiter der Continental Automotive GmbH Regensburg, beschreibt die Situation wie folgt: „Gegenwärtig befindet sie sich in einem großen Strukturwandel, mit guten Chancen und verschiedenen Herausforderungen zur gleichen Zeit, zum Beispiel beim vernetzten und autonomen Fahren, bei der technologischen Entwicklung von Antriebssystemen und neuen Geschäftsmodellen wie Carsharing. Um weltweit Leitregion für das Automobil zu bleiben, müssen wir den Wandel bei den Antriebstechnologien als Innovationsführer aktiv gestalten.“

In zwei aktuellen Studien haben die Verbände bayme vbm und vbw analysiert, wie sich die Veränderungen auf die bayerische Automobil- und Zulieferindustrie auswirken. In den nächsten zehn Jahren ist weiteres Wachstum möglich, das maßgeblich auch noch von Autos mit Verbrennungsantrieb getragen wird, bevor sich neue Antriebstechnologien in Größenordnungen durchsetzen. „Das ist ein weiterer Grund, die Diesel-Debatte endlich zu beenden. Die ganze Diskussion um eine Technologie, in der Deutschland weltweit führend ist, gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen und bayerischen Automobil-standortes. Diesel-Fahrverbote sind kontraproduktiv, wir lehnen sie strikt ab. Handwerk und Gewerbe sind auf umfassende Transportmöglichkeiten existenziell angewiesen. Er wird auch unter dem Aspekt des Klimaschutzes eine entscheidende Rolle spielen und darf nicht verteufelt werden. Mit der CO2-Gesetzgebung in Europa sind wir auch mittelfristig auf moderne Diesel-Motoren angewiesen. Der Weg zu einer emissionsarmen Mobilität führt nicht über Quoten und Verbote, sondern über innovationsfreundliche Rahmenbe-dingungen – etwa für die Elektromobilität oder das autonome Fahren“, so Ebenhöch.

Beide Studien zeigen, dass bayerische Unternehmen im kommenden Jahrzehnt im Bereich der konventionellen Antriebe mit dem Markt weiter wachsen werden. Parallel müssen wir alternative Antriebstechnologien entwickeln und Elektro- und Hybridantriebe sowie Automatisierung und Vernetzung voranbringen. In der Oberpfalz sind 34 Betriebe mit über 17.300 Beschäftigten allein mit der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen beschäftigt.

Ferdinand Heindlmeier, Geschäftsführer Roding Automobile GmbH, sagte: „Als Unternehmer mit Sitz Bayern bin ich immer wieder neu begeistert über die Breite und Tiefe des Netzwerkes an vielseitigen und weltweit führenden Unternehmen in der Automobil- und Zulieferindustrie. Die Kombination aus Herausforderungen in den Bereichen Emissionen und Verkehrsdichte mit rasant verbesserten technologischen Möglichkeiten alternativer Antriebe oder der Digitalisierung werden für eine hohe Dynamik und Veränderung im Markt sorgen.“

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