Fr., 20.02.2026 , 14:18 Uhr

Regensburg: Schreibmaschine von Revolutionsführer Kurt Eisner im Haus der Bayerischen Geschichte

Kurt Eisner war Journalist, Revolutionsführer und der erste Ministerpräsident des Freistaates Bayern: Bald ist eines seiner wichtigsten Handwerkszeuge im Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg zu sehen.

Über dieses Exponat freut sich das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg besonders: die Schreibmaschine des Revolutionsführers und ersten Bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner (1867–1919). Nachfahren haben das mehr als 100 Jahre alte Arbeitsgerät nun dem Museum übergeben.
Ab 8. Juli soll die Schreibmaschine in der Ausstellung «Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie» zu sehen sein. Eisners Schreibmaschine sei ein «Jahrhundertobjekt bayerischer Demokratiegeschichte», teilte das Museum mit. Der gebürtige Berliner war als Journalist in Nürnberg und München tätig. Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs entwickelte er sich zunehmend zum Systemkritiker und Pazifisten, später gar zum Revolutionär.

Wichtigstes Arbeitsgerät

Sein wichtigstes Arbeitsgerät sei die Schreibmaschine der Marke Mercedes gewesen, die Mitte 1914 in Zella-Mehlis (Thüringen) hergestellt worden sei, hieß es. Eisners Töchtern zufolge seien damals Schriften, Artikel und Korrespondenzen auf der Maschine getippt worden. Viele Texte hatte Eisner seiner Frau Else diktiert oder ihr auf handschriftlichen Vorlagen vorgelegt.

Neben Presseberichten dürften auf der Maschine auch Briefe an diejenigen Menschen geschrieben worden sein, die mit Eisner am 7. und 8. November 1918 den Umsturz wagten und schließlich den Freistaat Bayern begründeten, wie das Museum mitteilte. Eisners Erbe als Ministerpräsident wirke bis heute fort, da er in Bayern etwa das Wahlrecht für Frauen oder den Acht-Stunden-Tag umgesetzt habe.

 

Von Bayern nach Frankreich

Nach der Ermordung Eisners am 21. Februar 1919 sei die Schreibmaschine im Besitz seiner Witwe Else geblieben, die die Schreibmaschine weiterhin benutzt habe. Anfang Mai 1919 sei Else Eisner nach der Niederschlagung der Räterepublik aus Bayern geflohen – über Südbaden und die Schweiz nach Frankreich. Nach dem Suizid von Else Eisner 1940 sei die Schreibmaschine über Umwege 1959 wieder in den Besitz von Eisners Töchtern in Deutschland gekommen. Über drei Generationen habe die Familie sie aufbewahrt.

 

dpa

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