Mi., 06.05.2026 , 14:56 Uhr
TVA Wirtshausessen - Die Rezepte zum Nachkochen
Sie wollen nicht nur beim Kochen zuschauen, sondern die leckeren Gerichte aus dem TVA-Wirtshausessen selber nachkochen? Dann haben wir gute Nachrichten! Hier finden Sie die Rezepte aus unserer Sendung:
Spargel Cordon Bleu mit Kartoffeln und Sauce Hollandaise
Rezept für 4 Personen
Sauce Hollandaise:
- 3 Eigelb
- 1 El Zitronensaft
- 1 El Senf
- 1 El Weißwein
- 1 Prise Salz
- 1 El Crème fraîche
- 200g Butter
- Salz
- Pfeffer
- Prise Zucker
Zubereitung:
Zuerst 3 Eier trennen. Die 3 Eigelbe in einen Rührbecher geben, mit 1 EL Zitronensaft, 1 El Weißwein, 1 TL Senf, 1 TL Crème fraîche, 1 TL Zucker und etwas Salz mit dem Pürierstab pürieren. Heiße Butter direkt aus dem Topf und bei laufendem Pürierstab langsam zur Eimasse geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Kartoffeln:
- 500 g Kartoffeln
- Salz
- 1 Esslöffel Butter
- getrockneter Rosmarien
Neue kleine Kartoffeln mit Schale kochen und dann mit etwas Butter, getrocknetem Rosmarien und Salz anschwenken.
Spargel Crodon Bleu:
- 500 g Spargel
- 1 Flocke Butter
- Zitrone
- Salz, Pfeffer
- PriseZucker
- 8 Scheiben Kochschinken
- 8 Scheiben Gouda
- 4 Eier
- Semmelbrösel
- Mehl
- 1 Esslöffel Sahne
Spargel schälen, die holzigen Enden abschneiden. Dann den Spargel mit einer Priese Salz, Butter, kleines Stück Zitrone und Zucker in Vakuumbeutel geben und bei 85 Grad 25 Minute Sous Vide garen oder 10 Minuten kochen. Sahne mit Eiern vermengen. Den gegarten Spargel in je zwei Schieben Schinken und Gouda wickeln. Als nächstes mehlieren, in die Ei-Mischung geben und mit Semmelbröse panieren. MIt Ei und Semmelbrösel zweimal panieren.
Dann in heißem Fett ausbacken. Salatbukett mit Dressing nach Wahl:
Frische Salat der Saison mit Dressing nach Wahl mit auf dem Teller anrichten.
Rezept: Die „Krustengeile Drecksau“
Der Kindheitstraum für alle Krusten-Jäger und Schwarten-Liebhaber. Wer kennt es nicht? Bei der Oma gab es Schweinsbraten, und man wollte am liebsten die ganze Kruste vom Teller stibitzen. Jetzt gibt es die Lösung: Kruste pur, ohne „lästiges“ Fleisch drumherum!
Die Vorbereitung
- Zutaten: Blanke Schweinehaut (vom Metzger des Vertrauens), gerne mit einem minimalen Fettrand für den Geschmack.
- Gewürze: Reichlich grobes Salz. Optional nach Geschmack: Paprika, Lorbeer, Kümmel (fein gemörstert).
Schritt 1: Das „Massieren & Schwitzen“
1. Einschneiden: Die Schweinehaut mit einem scharfen Messer (oder einem Teppichmesser) rautenförmig einritzen. Achtung: Nur die Haut ritzen, nicht das Fett komplett durchtrennen.
2. Würzen: Das Salz (und die restlichen Gewürze) ordentlich in die Ritzen einmassieren. Das Salz entzieht der Haut die Feuchtigkeit, was später für den Crunch sorgt.
3. Warten: Die Haut ca. 30 Minuten ruhen lassen.
4. Reinigen: Den Großteil des überschüssigen Salzes mit Küchenpapier wieder abtupfen, damit es am Ende nicht überwürzt schmeckt.
Schritt 2: Das sanfte Garen (Kollagen-Umwandlung)
Das Ziel hierbei ist es, das Kollagen in der Haut in weiche Gelatine umzuwandeln, ohne dass die Haut verbrennt.
1. Fixieren: Die Haut zwischen zwei Lagen Backpapier legen.
2. Beschweren: Ein zweites Backblech oben drauflegen. Das verhindert, dass sich die Haut wie ein „Lockenwickler“ aufrollt.
3. Garen: Bei ca. 160 °C (Ober-/Unterhitze) für etwa 30-45 Minuten in den Ofen schieben. Alternativ geht es bei niedrigerer Temperatur auch länger (schonender).
o Die Haut ist bereit für Schritt 3, wenn sie Farbe bekommt und das Fett austritt.
Schritt 3: Das Finale (Das „Aufpoppen“)
Jetzt wird aus der zähen Haut eine luftige Kruste.
1. Umlagern: Die Haut auf ein Ofengitter legen (Fettpfanne darunter nicht vergessen!), damit die Hitze von allen Seiten ran kann.
2. Hitze marsch: Den Ofen auf 200–220 °C hochdrehen.
3. Tipp für Profis: Wenn sich die Haut nach oben wölbt, kann man sie über ein Bett aus Röstgemüse legen (wie ein Hügel). So ziehen sich die Rauten auseinander und die Hitze gelangt perfekt in die Zwischenräume.
4. Finish: Innerhalb von 20-30 Minuten beobachten, wie die Haut komplett aufpoppt. Sobald sie goldbraun und „krustengeil“ aussieht: Raus damit!
Serviervorschlag & Beilagen
Hier gilt das bayerische Lebensmotto „Liberalitas Bavariae“: Wir machen zwar Vorschläge, aber am Ende entscheidet jeder selbst, was auf den Teller kommt!
• Der Klassiker: Mit Reiberknödeln, einer dunklen Schweinsbratensoße und Sauerkraut.
• Modern & Frei: Ob zum Kartoffelsalat, pur als Snack zur Halben Bier oder mit ganz anderen Begleitern – erlaubt ist, was schmeckt.
Hauptsache die Kruste kracht! An Guadn!
Rezept: Hirschtatar mit Knödelpommes und Onsenei
Rezept für 4 Personen
Knödelpommes
- 2 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln für 45 min bei 100 °C dämpfen.
- Kartoffeln schälen und auf der Vierkantreibe grob reiben.
- Mit 400 g Creme Fraiche, 18 g Salz und 3 g Brotgewürz abschmecken und in eine flache Form pressen.
- Masse bei 100 °C für eine Stunde dämpfen, auskühlen lassen und schneiden.
- Bei 190 °C vorfrittieren, auskühlen lassen und kurz vorm Anrichten nachfrittieren.
Hirschtatar
- 800 g Hirschrücken mit einem scharfen Messer klein schneiden und mit Salz, Zitronenabrieb, Wildgewürz und Olivenöl abschmecken.
- 15 min ziehen lassen und ggf. nochmals nachschmecken.
7-Minuten-Ei Mayonnaise
- 2 Eier für 7 min kochen, abschrecken und schälen.
- Diese mit 30 g weißen Balsamicoessig, 20 g mittelscharfen Senf und 4 g Kala Namak Salz pürieren.
- 240 g Rapsöl während dem Mixen mit einem dünnen Strahl langsam einlaufen lassen und zu einer Mayonnaise emulgieren.
Onsen-Ei
- Eier einem Wasserbad für 1 h bei 64 °C pochieren.
- Diese auskühlen lassen, in Panko Paniermehl aufschlagen, wälzen und für 20 s bei 170 °C frittieren.
Anrichten
- Tatar mit Hilfe von einem Anrichtring mittig auf einen flachen großen Teller platzieren.
- Oben dicht mit geschnittenem Schnittlauch belegen.
- Das gebackene Ei darauf setzen.
- Mayonnaise und ein Relish aus geschnittenen Essiggurken, roten Zwiebeln, Radieschen, Kartoffelcroûtons und gepickelten Senfkörnern kreisförmig um das Tatar anrichten.
- Mit Kerbel und Schnittlauchöl garnieren.
- Auf einem extra Teller die Knödelpommes und gehobeltem Perigord Trüffel servieren.
Rezept: “Hans Girgl”
Zutaten
Lammripperl
(pro Person ca. 400-500g Ripperl)
Für die Marinade
- 1 EL Tomatenmark
- 2 EL Sojasoße
- 1 EL Honig
- 1 Knoblauch gerieben
- 20 g Ingwer gerieben
- 2 EL Barbecuesoße
- 2 EL Brown Sauce
- Thymian, Salz, Pfeffer, etwas Wasser
“Hans Girgl”
- 500g gekochte Kartoffeln
- 500g rohe Kartoffeln
- 2 Eier
- 1 EL Mehl
- 2 EL Sahne
- Salz, Muskat
Krautsalat
- 1 Krautkopf
- 1 Zwiebel
- Salz, Essig, Pflanzenöl, Zucker, Pfeffe
- Speck, Kümmel
Zubereitung
Lammripperl und Marinade
- alle Zutaten für die Marinade mit dem Pürierstab mixen und das Fleisch (gern über Nacht) marinieren
- bei 120 Grad Umluft 4-5 Stunden abgedeckt in den Ofen
- nach Ende der Zeit (Knochen sollten sich leicht aus dem Fleisch lösen lasssen) Ripperlseiten noch unter den Grill schieben (Grillfunktion Haushaltsofen)
Krautsalat
- Krautkopf fein herhobeln und mit Salz und Essig abmischen
- Zwiebel in Würfel schneiden und mit Öl anschwitzen, bis sie leicht bräunen
- Mit Wasser ablöschen und übers Kraut geben
- Wie gewünscht abschmecken
"Hans Girgl" (oberpfälzische Krokette)
- Rohe und gekochte Kartoffeln fein reiben, bei den rohen Kartoffeln Hacoweiß dazugeben, damit sie nicht braun werden
- Rohe Kartoffeln abtropfen lassen und zu den geriebenen gekochten Kartoffeln geben
- Eier, Mehl und Sahne dazugeben, mit Salz und Muskat abschmecken und vermengen
- mit zwei Teelöffel kleine Nocken abstechen und in heißem Fett goldbraun frittieren
Rezept: 30 Riesen-Windbeutel
Zutaten:
- 1250 g Wasser
- 250 g Fett
- 1250 g Mehl
- 30 Eier
- 200 g Sahne pro Windbeutel
Zubereitung:
- Für den Brandteig Wasser, Butter, Salz und Zucker in einem Topf zum Kochen bringen.
- Dann das Mehl auf einmal dazugeben und sofort mit einem Kochlöffel verrühren. Bei mittlerer Hitze weiterrühren. Dabei den Teig immer wieder gegen den heißen Topfboden drücken. So wird der Teig "abgebrannt". Am Topfboden bildet sich dabei eine weiße Schicht.
- Den Topf vom Herd nehmen und den Teig in eine Schüssel oder in eine Küchenmaschine geben. Etwa 3 Minuten abkühlen lassen.
- Dann die Eier nacheinander mit dem Handrührgerat oder mit der Küchenmaschine unterrühren. Jedes Ei so lange rühren, bis der Teig geschmeidig ist. Der Teig ist fertig, wenn er glänzt und zäh vom Löffel fällt.
- Den Teig als runden Boden auf ein Backbleck geben.
- Im vorgeheitzen Backofen bei 200 Grad Umluft etwa 25 Minuten backen. Während der Backzeit den Ofen nicht öffnen, sonst fallen die Windbeutel zusammen.
- Die Windbeutel etwas auskühlen lassen und anschließend jeweils mit etwa 200 g Sahne füllen.
Hier gibt´s alle Folgen zum Nachschauen: