Fr., 25.11.2016 , 15:19 Uhr

Die Regensburger Stadtbahn kommt!

Am Donnerstagabend wurde es beschlossen: Auf der Abschlussveranstaltung des Bündnisses für höherwertigen ÖPNV in Regensburg waren sich die Teilnehmer einig, dass die geplante Stadtbahn in zwanzig Jahren fahren wird.


Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion Bürgermeister Jürgen Huber, Prof. Walter Weber und Frank Steinwede waren sich mit dem Publikum einig, dass eine zukunftsorientierte Verkehrsplanung in Regensburg ohne eine Stadtbahn nicht möglich ist.

Unterschiedliche Ansätze gab es in der Bewertung der Ursachen für die Verkehrsprobleme in Regensburg. Während Professor Weber im Wesentlichen das Umland dafür verantwortliche machte, bemerkte Jürgen Huber, dass ein O-Bus auch eine Alternative wäre.


Jan Mascheck von der Interessensgemeinschaft äußerte sich zu Hubers Statement: „Natürlich ist dieser Oberleitungs-Bus sehr umweltfreundlich, löst aber die Umlandaufgaben nicht. Es sind die Umlandbürger, die zuhauf täglich nach Regensburg einpendeln, 70.000 täglich. Die 30.000 Auspendler stellen dagegen kein Problem dar.

 

Einige Teilnehmer merkten an, dass ein Umsteigen zwischen verschiedenen Verkehrmitteln nicht zu vermeiden sein wird, beispielsweise ein Umstieg an der Walhallastraße zum Car- oder Bikesharing.

 

Hierzu Jan Mascheck: „Der ÖPNV konkurriert mit dem PKW, der Umstiegsfrei ans Ziel kommt; nicht ohne Grund bauen viele Städte Stadt-Umland-Bahnen, wie Gmunden, Erlangen, Luxemburg oder Salzburg. Die in PKWs einpendelnden Umlandbürger bekommt man nur in die Bahn, wenn man sie umsteigefrei zu den Zentren der Dienstleistungsachse bringt. Alle Umstiegsprojekte an den jetzigen Trassen sind zum Scheitern verurteilt."

 

Ein bis zwei Umstiege werden auch in den Großstädten, wie Berlin, Hamburg oder München akzeptiert und hingenommen, nicht jedoch bei Städten in der Größenordnung von Regensburg.


Die Lösung, einfach ein paar Haltepunkte an der bestehenden Strecke zu öffnen, bringt nichts. Nicht der Regensburger aus der Konradsiedlung, der zum DEZ will verursacht den Stau, denn der wählt häufig schon das gut funktionierende Bussystem der Verkehrsbetriebe, sondern der in Regensburg arbeitende und einkaufende Regenstaufer, Maxhütterer, Langquaider, Sinzinger, Kelheimer usw..

Es wurde zudem angemerkt, dass nicht die Regensburger Bürger den Stau verurachten, sondern die Auswärtigen, hauptsächlich Landkreisbürger, welche jeden Tag in die Stadt fahren müssen. Genau hier sollte das Stadtbahn-System greifen, denn wenn das ÖPNV-Projekt an der Stadtgrenze Regensburg aufhört, ist es wirkungslos!

Denn nur wenn der Bürger eine schnelle und effektive Transportmöglickeit bekommt, besteht die Möglichkeit, den PKW-Verkehr in der Stadt zu reduzieren.

 

 

PM/MB

Das könnte Dich auch interessieren

07.03.2026 Neutraubling: Trunkenheitsfahrt endet auf Tankstellengelände Ein stark alkoholisierter 25-Jähriger wurde am frühen Samstagmorgen schlafend in seinem laufenden Auto auf einem Tankstellengelände entdeckt; nachdem die Polizei eine Scheibe einschlug, um ihn und seinen Hund zu befreien, folgten Blutentnahme, Führerscheinsicherstellung und eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr. 07.03.2026 Regensburg: Ab 9. März - Bauarbeiten in der Augsburger Straße sorgen für Sperrung bis Dezember 2026 Weil Kanäle und eine Straße umfangreich saniert werden müssen, wird der Abschnitt zwischen der Ziegetsdorfer Straße und der Boelckestraße bis voraussichtlich Dezember gesperrt. Das bedeutet einige Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer. 07.03.2026 Regenstauf/Zeitlarn: E-Scooter bei Kontrollen beanstandet Bei Kontrollen am 06.03.2026 wurden zwei E-Scooter ohne Versicherung festgestellt; ein 15-jähriger Fahrer stand zudem unter Alkoholeinfluss, weshalb eine Blutentnahme angeordnet und ein Strafverfahren eingeleitet wurde. 06.03.2026 Weltfrauentag 2026 in Regensburg Anlässlich des Internationalen Frauentages findet auch in Regensburg bereits seit vielen Jahren ein buntes und vielfältiges Programm rund um den „Frauenmonat“ März statt. Aufgrund der Kommunalwahl am 8. März findet der Regensburger Aktionstag bereits am Samstag, 7. März, statt. Die Kommunalwahl hat auch zum zusätzlichen Motto WÄHLTFrauentag inspiriert.