Fr., 17.03.2023 , 15:40 Uhr

Präsentation der Ergebnisse aus einem Markenstrategieprozess

Die Marke Oberpfalz – charakterstark und zukunftsfähig

Starke Marke Oberpfalz – eine Region mit Ecken und Kanten, dabei authentisch, zukunftsfähig und vor allem eines: bodenständig. In einem breit angelegten Marken-Prozess hat das Oberpfalz Marketing die „Marke Oberpfalz“ hinterfragt und gestern der Öffentlichkeit die Ergebnisse präsentiert. So viel vorweg: Es ist eine Evolution, keine Revolution.

„Die Oberpfalz ist nach innen eine Marke mit ausgeprägtem Charakter. Sie ist nicht beliebig, sondern sie hat Ecken und Kanten – gerade das ist eine ihrer größten Stärken“, davon ist Markenstrategieexperte Johannes Böhm überzeugt. „Mit allem, was die Oberpfalz ausmacht, trifft sie den aktuellen Zeitgeist. Und das, ganz ohne sich zu verstellen.“

Zusammen mit dem Oberpfalz Marketing hat Johannes Böhm in den vergangenen Monaten die Marke Oberpfalz genau hinterfragt und den Status Quo überprüft. Grundlage war das vom Bayerischen Wirtschaftsministerium geförderte Projekt „Marke 4.0“. Präsentiert hat der Verein gestern die Ergebnisse in der Armin-Wolf-Arena Regensburg. Gekommen waren neben Vorständen des Vereins Oberpfalz-Botschafterin Monika Karsch und viele Mitglieder, Partner:innen und Mitwirkende am Prozess – aus allen Bereichen und Ecken der Oberpfalz.

Aus den Ergebnissen einer Online-Umfrage mit über 600 Teilnehmer:innen, drei externen Workshops mit Vertreter:innen aus der gesamten Oberpfalz sowie interner Strategiearbeit hat sich der Markenkern der Oberpfalz herauskristallisiert.

 

Bodenständigkeit als roter Faden

Rau, ruhig, verwurzelt, herzlich und einfallsreich – das sind die fünf Begriffe, die den Wert der Marke Oberpfalz beschreiben. Sie manifestieren sich in der rauen, weiten Naturlandschaft, die sowohl den Charakter der Region als auch der Menschen prägt und in einer Identität als „Underdog“, wobei diese Rolle mittlerweile selbstbewusst und leicht ironisch eingenommen wird.

 

Der Oberpfälzer Charakter spiegelt sich im Markenkern wider: „Der Oberpfälzer an sich ist bodenständig, willensstark und einfallsreich. Erst einmal abwartend, ist er aber mit ganzem Herzen dabei, wenn er erst einmal geknackt ist“, sagt Thomas Harmsen, Geschäftsführer beim Oberpfalz Marketing. Auch der Oberpfälzer Dialekt ist Teil.

Der Begriff „bodenständig“ spielt im Konzept eine zentrale Rolle. Bei einer ungestützten, freien Abfrage der Assoziationen mit der Oberpfalz in der Online-Umfrage wurde dieser Begriff am häufigsten genannt. Dabei ist „bodenständig“ keinesfalls mit altbacken und langweilig gleichzusetzen.

„Vielmehr bietet die Oberpfalz Heimat für alle, die nach echter Natur und echten Menschen suchen, sie nimmt die Menschen wie sie sind, sie bietet Raum für Selbstverwirklichung und sie steht für Wertigkeit und einen hohen Qualitätsanspruch“, fasst Johannes Böhm das Markenversprechen der Oberpfalz zusammen.

 

Oberpfälzer Identität positiv stärken

So positiv die Marke Oberpfalz auch besetzt ist – viele tun sich schwer, ihre Identität und Herkunft als Oberpfälzer mit Stolz und Selbstbewusstsein nach außen zu tragen, auch das ist ein Ergebnis des Prozesses. „Was die Menschen und die Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten geleistet haben und wie die Region dadurch in Sachen Wirtschaftskraft und Arbeitslosenzahlen dasteht, ist das Zeugnis von Willensstärke, Innovationskraft und Kreativität. Jetzt müssen die Oberpfälzer nur noch lernen, dies mit mehr Selbstbewusstsein nach außen zu tragen“, ist Bezirkstagspräsident Franz Löffler, 1. Vorsitzender des Vereins, überzeugt.

 

Die Jugend in den Fokus nehmen

Daraus ergibt sich ein klarer Arbeitsauftrag für das Oberpfalz Marketing. Zunächst richtet sich der Fokus der Arbeit und der Kommunikation wieder mehr nach innen. Die Oberpfalz kann als Marke nach außen nur glaubwürdig präsentiert werden, wenn sie von innen heraus als stark und positiv wahrgenommen wird. „Deshalb wollen wir die Stärken der Region, von der starken Wirtschaft über das kulturelle Angebot bis hin zur wundervollen Natur mit ihren Freizeitmöglichkeiten weiterhin betonen und dabei die „bodenständige“ Wertebasis als roten Faden nutzen“, beschreibt Thomas Harmsen die Vorgehensweise.

Außerdem wird die Zielgruppe erweitert. Wissensvermittlung und der Aufbau einer positiven emotionalen Bindung an die Heimat sollen bereits bei Kinder- und Jugendlichen ansetzen. Dazu wird der Verein ein Konzept ausarbeiten und relevante Themen stärker in die Kommunikation einbinden.

 

„Marke 4.0“ – wie geht es weiter?

Der heute vorgestellte Markenstrategieprozess ist Bestandteil des Projektes „Marke 4.0“ des Vereins Oberpfalz Marketing e. V.. Er bildet die Basis für die weiteren Projektschritte.

Aufbauend auf der Weiterentwicklung der „Marke Oberpfalz“ geht es nun darum, gemeinsam mit weiteren Akteuren in der Oberpfalz Ideen für „Content-Co-Creation“, die gemeinsame Arbeit an einem Thema zu finden und umzusetzen. Inhaltlich soll es sich an den Ergebnissen des Strategieprozesses orientieren und damit auf die Marke Oberpfalz einzahlen. Durch die gemeinsame (Öffentlichkeits)-Arbeit können die Themen weiter verbreitet und Synergien geschaffen werden.

Die Oberpfalz ist eine starke Marke. Davon gibt es in der Oberpfalz noch viele mehr. Durch Markenkooperationen sollen die Stärken gebündelt werden und beide Partner sollen von einem gegenseitigen Imagetransfer profitieren.
Dritter Baustein sind die Oberpfalz-Botschafter:innen. Durch die Strahlkraft bekannter und authentischer Persönlichkeiten soll der Verein nach innen gestärkt und nach außen in die Region und darüber hinaus wirken. Insgesamt 15 Botschafter:innen sollen innerhalb von drei Jahren eingesetzt werden.

Die ersten fünf zeichnete der Verein bereits im vergangenen Jahr aus – und zwar: Kabarettist Toni Lauerer in der Kategorie Kultur, Dr. Franz und Johannes Ehrnsperger von der Neumarkter Lammsbräu in der Kategorie Wirtschaft, die Sportschützin und ehemalige Olympiasiegerin Monika Karsch in der Kategorie Sport, Äbtissin Laetitia Fech in der Kategorie Gesellschaft und Luft- und Raumfahrt-Experte Prof. Dr. Gerd Hirzinger in der Kategorie Wissenschaft.

Das Projekt „Marke 4.0“ wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie aus der Förderrichtlinie Landesentwicklung (FöRLa) für das Zukunftsthema Regionale Identität mit einer Summe von 450.000 Euro gefördert. Projektlaufzeit ist drei Jahre.

 

Oberpfalz Marketing e. V. / MB

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