Mo., 15.08.2022 , 11:48 Uhr

Deutsch-tschechische Grenze: Kampfflugzeug bei Show abgestürzt

Im tschechischen Eger nahe Waldsassen ist am Samstag ein historisches Jagdflugzeug abgstürzt, der Pilot kam dabei ums Leben. Die Ermittlungen laufen.

Nach dem Absturz eines historischen Jagdflugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg im tschechischen Grenzgebiet zu Deutschland mit einem Toten haben die Ermittlungen zur Ursache begonnen. Man arbeite dabei mit der Behörde für Flugunfalluntersuchung (UZPLN) zusammen, teilte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums in Karlovy Vary (Karlsbad) am Montag mit. Zur Beweissicherung kommen unter anderem Drohnen und ein 3D-Scanner zum Einsatz.

Mit Ergebnissen wird indes frühestens in mehreren Wochen gerechnet. Die Maschine war am Sonntag während eines Flugtags in Cheb (Eger) auf ein Feld unweit eines Einfamilienhauses im östlich gelegenen Stadtteil Podhrad gestürzt. Der Pilot des Flugzeugoldtimers kam dabei ums Leben. Eine Frau am Boden wurde leicht verletzt. Die Absturzstelle liegt nur wenige Kilometer von Waldsassen in der Oberpfalz (Landkreis Tirschenreuth) entfernt.

Die Flugschau wurde nach dem Unfall abgebrochen. Das ursprünglich britische Jagdflugzeug vom Typ Hawker Hurricane Mk. IV gehörte einem privaten Flugzeugmuseum in Prag-Tocna. Der Besitzer, der tschechische Internet-Unternehmer und Multimillionär Ivo Lukacovic, zeigte sich am Montag bei Twitter bestürzt über den Tod seines Piloten. Dieser habe sich vor dem Unglück «wie ein kleiner Junge» auf seine Nummer gefreut.

Die einsitzige Propellermaschine war 1942 hergestellt worden. Sie kämpfte im Zweiten Weltkrieg auf britischer Seite in Italien, Griechenland und Ex-Jugoslawien gegen deutsche Flugzeuge. Nach Angaben des Prager Museums soll es sich um das letzte flugfähige Modell der Mk. IV-Variante der Hawker Hurricane gehandelt haben.

dpa

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