Do., 07.05.2015 , 12:20 Uhr

Deutlich mehr Grippekranke in Regensburg

Die Grippesaison fiel in diesem Winter besonders schwer aus – vor allem in den ersten Monaten des Jahres. Allein im Stadtkreis Regensburg wurden von Januar bis Anfang April diesen Jahres 243 Influenza-Infektionen gemeldet. „Gegenüber dem Vorjahr ein rasanter Anstieg“, sagt Josef S. Mirbeth, Regionalgeschäftsführer für Ostbayern der Krankenkasse IKK classic. In 2014 gab es im gleichen Zeitraum nur 10 gemeldete Fälle. Die IKK classic hat dazu aktuelle Daten des Robert-Koch-Instituts ausgewertet. „Die tatsächliche Zahl der Grippekranken dürfte noch höher sein. Nicht jeder, der an Grippe erkrankt, geht zum Arzt und wird auf das Virus getestet“, so Mirbeth weiter.

 

Grippaler Infekt oder Grippe?

Seit einigen Wochen ebbt die Grippewelle ab, die Zahl der Neuerkrankungen ist deutlich gesunken. Dennoch klagen viele Menschen in den Frühlingsmonaten über Halsschmerzen, eine verstopfte Nase oder Husten. Das ist zwar unangenehm, allerdings haben viele nur einen grippalen Infekt, was nichts anderes als eine Erkältung ist. Anders als bei einer Grippe-Infektion kündigt sie sich langsam an und verschwindet nach ein paar Tagen, ohne größere Spuren zu hinterlassen.

Die echte Grippe, die durch Influenza-Viren ausgelöst wird, kommt hingegen plötzlich und erfasst nicht nur die Atemwege, sondern häufig den ganzen Körper. Wie aus dem Nichts stellt sich ein extremes Krankheitsgefühl ein mit Fieber, Abgeschlagenheit und Kopf- und Gliederschmerzen. Oft leiden Patienten noch Wochen nach einer Infektion an Erschöpfung und Antriebslosigkeit. „Auch wenn die Grippewelle jetzt nachgelassen hat, sollten erkrankte Menschen eine mögliche Infektion nicht auf die leichte Schulter nehmen und zum Arzt gehen“, rät Mirbeth.

 

Geringe Impfquote trotz Kostenübernahme

Gefährlich ist eine Grippe vor allem für bestimmte Risikopatienten. Dazu zählen Menschen über 60 Jahre, Schwangere, medizinisches Personal und Personen mit chronischen Erkrankungen. „Obwohl vor jedem Winter auf die Grippeimpfung hingewiesen wird und die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Risikogruppen übernehmen, liegen die Impfquoten hinter den Erwartungen zurück“, meint Mirbeth.

Pressemeldung/MF

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