Mo., 30.03.2020 , 16:50 Uhr

Coronavirus: Handlungsanweisungen für Pflegeheime

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml treibt den Schutz von Pflegeheimbewohnern vor dem neuartigen Coronavirus weiter voran. Huml betonte am Montag in München: „Pflegebedürftige Menschen sind einer besonders hohen Gefahr ausgesetzt, an COVID-19 mit schwerem Verlauf zu erkranken. Außerdem kann sich die Erkrankung in Pflegeheimen schnell ausbreiten. Deshalb haben wir Handlungsanweisungen für Alten- und Pflegeheime sowie für stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe entwickelt, die jetzt in Kraft getreten sind.“

Die Ministerin erläuterte: „Beim Auftreten erster Anzeichen von Erkrankungsfällen ist schnelles und entschiedenes Handeln gefragt. In den Handlungsanweisungen ist daher genau geregelt, was zu tun ist. Jede Pflegeeinrichtung soll einen Pandemiebeauftragten benennen, der bei einem Infektionsgeschehen alle Maßnahmen koordiniert und Ansprechpartner für die Behörden ist.“

Huml hob hervor: „Bereits bei dem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung müssen geeignete Präventions- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden. Sollte in einer Einrichtung eine COVID-19-Infektion auftreten, kommt sofort unsere Task Force Infektiologie zum Einsatz. Um Infektionsketten rasch unterbinden zu können, sieht unser Konzept außerdem vor, betroffene Bewohner umgehend zu isolieren und/oder Erkrankte in Krankenhäuser oder andere Einrichtungen zu verlegen. Vor Ort arbeiten das Gesundheitsamt, das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie die Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen (FQA – Heimaufsicht) eng zusammen.“

Die Ministerin unterstrich: „Für häuslich Pflegende sind Ansprechpartner zudem die rund 110 Fachstellen für pflegende Angehörige, die es in Bayern seit über 20 Jahren gibt. Sie sind bundesweit in dieser Form einzigartig und haben sich als wichtige Anlaufstellen für pflegende Angehörige etabliert.“ Huml fügte hinzu: „Alle Fachstellen für pflegende Angehörige sind von dem bayerischen Gesundheitsministerium auf die besondere Situation hingewiesen und gebeten worden, ihre Beratungen wegen des Ansteckungsrisikos insbesondere per Telefon und E-Mail anzubieten.“

Die Handlungsanweisungen sind abrufbar unter: https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2020/03/20200329_handlungsanweisung_alten_und_pflegeheime.pdf.

Mitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Das könnte Dich auch interessieren

20.08.2026 Bayern: Rund 19.800 Plätze in Asylunterkünften seit Sommer 2025 abgebaut In Bayern sind seit Sommer 2025 rund 19.800 Plätze in Asylunterkünften abgebaut oder gekündigt worden. Damit ist das für 2026 gesetzte Ziel von mindestens 20.000 Plätzen bereits im August nahezu erreicht. In den kommenden Monaten und 2027 soll der Abbau weitergehen.   Abbau in allen sieben Regierungsbezirken Nach Angaben von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist 07.08.2026 Freistaat lockert finanzielle Zügel für angeschlagene Bauern Die bayerische Staatsregierung hat den Schweinehaltern im Freistaat Entlastungen finanzielle Entlastungen versprochen. «Die Lage der landwirtschaftlichen Betriebe ist ernst – die Schweinehaltung in Bayern steht unter massivem wirtschaftlichem Druck», sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU), jahrelang selbst als Vollerwerbs-Landwirt tätig. Konkret sollen im begründeten Einzelfall betroffene Betriebe steuerliche Stundungen erhalten können. Zudem sollen Einkommensteuer-Vorauszahlungen 21.07.2026 Deutliche Kritik von CSU-Minister an Arbeit von EVP-Chef Manfred Weber Mit ungewohnt kritischen Worten fordern CSU-Minister aus Bayern von ihrem Parteifreund Manfred Weber mehr Einsatz zugunsten der Land- und Forstwirtschaft im Freistaat. Spitzenvertreter des Bayerischen Bauernverbandes, des Bayerischen Waldbesitzerverbandes und der Familienbetriebe Land und Forst Bayern «monierten vehement, dass sie von den Ansprechpartnern der EU-Ebene und auch von Dir nicht richtig gehört, sondern vertröstet oder 17.07.2026 München: CSU hält am Verbot der Leihmutterschaft fest Die CSU hält am Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland fest. Das machte der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Klaus Holetschek, nach der Bekanntgabe deutlich, dass Jens Spahn und dessen Ehemann mithilfe einer Leihmutter in den USA Eltern geworden sind. CSU bekräftigt ihre Haltung Holetschek erklärte: „Die CSU hält am Verbot der Leihmutterschaft in Deutschland fest. Es geht