Mo., 06.04.2020 , 17:45 Uhr

Corona-Krise: Pflegekräfte sollen 1500 Euro Prämie bekommen

Wegen der Zusatzbelastungen in der Corona-Krise sollen Vollzeitbeschäftigte in der Altenpflege mit dem Juli-Gehalt eine Prämie von 1500 Euro bekommen. Für Azubis ist eine Extra-Zahlung von 900 Euro geplant. Teilzeitbeschäftigte sollen eine Prämie entsprechend ihrer tatsächlich geleisteten Stunden erhalten. Darauf haben sich die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) laut einer Mitteilung geeinigt. Festgehalten werden solle die Regelung in einem eigenen Tarifvertrag.

 

Der BVAP vertritt nach eigenen Angaben mehrere hundert Unternehmen und Verbände, die als Pflegeanbieter auftreten, wie den Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Arbeiterwohlfahrt (Awo), die Volkssolidarität und den Paritätischen Gesamtverband. Man werde beantragen, dass der Tarifvertrag für die Mitarbeiter dort für allgemeinverbindlich für die ganze Branche erklärt wird, so dass alle Arbeitgeber in der Pflege diese Prämie zahlen müssten, sagte Sylvia Bühler vom Verdi-Bundesvorstand.

Das Bundesarbeitsministerium kann einen Tarifvertrag im Einvernehmen mit Vertretern der Spitzenorganisationen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern für allgemeinverbindlich erklären. Sollte das Vorhaben erfolgreich sein, könnten nach Angaben eines Verdi-Sprechers von der Prämie mehr als eine halbe Million Beschäftigte in der Pflege profitieren. «Die Corona-Pandemie führt allen vor Augen, wie wichtig die Versorgung von alten und pflegebedürftigen Menschen ist», sagte Bühler. BVAP-Vorstandsmitglied Gero Kettler sagte, die Prämie sei eine Anerkennung der besonderen Belastung in der Krise.

In den vergangenen Tagen war verstärkt über mögliche Sonderzahlungen für Personal aus Medizin und Pflege diskutiert worden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte in der „Bild am Sonntag“ angekündigt, allen Pflegekräften in Bayern eine steuerfreie Bonuszahlung von 500 Euro zukommen zu lassen.

dpa

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