Sa., 23.05.2020 , 11:05 Uhr

Corona in Bayern: Weiterhin viele freie Lehrstellen

Durch die Corona-Krise sind Lehrstellen in Bayern alles andere als knapp geworden. Bis April haben sich gut 60.000 Personen für eine Lehrstelle beworben, insgesamt gibt es in Bayern 90.000. Die meisten Lehrstellen gibt es in der Oberpfalz, gefolgt von Niederbayern. 

Die Corona-Krise hat dem Angebot für Lehrstellen im bevorstehenden Ausbildungsjahr in Bayern bisher nicht geschadet. «Wir haben noch 1,7 freie Ausbildungsplätze für jeden Bewerber», sagte Ralf Holtzwart, Direktor der Arbeitsagentur Bayern, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Bis April hätten sich rund 60 000 Bewerber an die Arbeitsagenturen im Freistaat gewandt. Das sind 6 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Dem stehen 90 000 offene Stellen gegenüber – ein Minus von 8 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr.

 

Die größte Auswahl an Lehrstellen hätten junge Leute in der Oberpfalz, wo 2,8 Stellen auf einen Bewerber kommen, gefolgt von Niederbayern mit 2,3 Stellen pro Bewerber. Knapper ist das Angebot dagegen mit 1,5 Stellen pro Bewerber in Mittelfranken und Oberbayern. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr sei auch darauf zurückzuführen, dass Unternehmen in den vergangenen Jahren erfolglos Lehrlinge gesucht und nun aufgegeben hätten. Die Tendenz zu weiterführenden Schulen mache sich ebenfalls bemerkbar.

Holtzwart ermutigte die Betriebe, bei der Ausbildung nicht nachzulassen. «Der Auszubildende von heute ist die Fachkraft von morgen», sagte er. Der Fachkräftemangel in der deutschen Wirtschaft werde anhalten. Die Jugendlichen sollten sich ihrerseits nicht von der aktuell unsicheren Lage entmutigen lassen: «Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich um einen Platz zu kümmern und nach dem Schulabschluss eine Ausbildung zu starten.»

Die Arbeitsagenturen täten ihr Möglichstes, um die derzeit in den Schulen nicht durchführbare Berufsberatung zumindest aus der Ferne zu gewährleisten. «Wir haben jede Arbeitsagentur zu einem Call-Center umgebaut», sagte Holtzwart. Mit Selbsterkundungstools könnten junge Leute im Netz auf Lehrstellensuche gehen.

 

dpa / mb

Das könnte Dich auch interessieren

29.04.2026 Regensburg: Universität tritt europäischem Netzwerk für nachhaltige Entwicklung bei Die Universität Regensburg (UR) ist seit dem Frühjahr 2026 Mitglied der COPERNICUS Alliance, einem europäischen Hochschulnetzwerk für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Mit dem Beitritt will die UR ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten weiter stärken, sichtbarer machen und gezielt ausbauen. Internationale Hochschulnetzwerke gelten dabei als Orte des gegenseitigen Lernens und der gemeinsamen Weiterentwicklung. Strategisches Signal für Nachhaltigkeit in Regensburg 29.04.2026 Schorndorf: Vertragsunterzeichnung für neue Johanniter-Kindertagesstätte Die Johanniter bauen ihr Engagement in der Kinderbetreuung in der Gemeinde Schorndorf weiter aus: Mit der feierlichen Unterzeichnung des Trägervertrags übernehmen sie künftig die Betriebsträgerschaft für die geplante neue Kinderkrippe. Für die Johanniter nahmen Martin Steinkirchner, Regionalvorstand Ostbayern der Johanniter in Regensburg, sowie Sylvia Meyer, Sachgebietsleitung für Kindereinrichtungen, an der Vertragsunterzeichnung teil. Gemeinsam mit Bürgermeister 29.04.2026 Oberpfalz: Polizeipräsidium warnt vor neuer Betrugsmasche „Russische Callcenter“ Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt vor einer neuen Variante des Callcenter-Betrugs. Bei der Masche „Russische Callcenter“ sprechen die Täter gezielt russischsprachige Bürger auf Russisch an. Mit der vertrauten Sprache erschleichen sie sich Vertrauen und drängen ihre Opfer zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen. Unter Vortäuschen der klassischen „Unfalllegende“ treten die Täter laut Polizei überwiegend als falsche 29.04.2026 Bahn: Sanierung der Strecke Nürnberg–Regensburg im Zeitplan Zur Halbzeit der Bauarbeiten an der Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg zeigt sich das Unternehmen zufrieden. Ziel bleibt, dass ab 10. Juli wieder Züge zwischen den beiden Großstädten fahren. Bei einem Pressetermin in Laaber (Landkreis Regensburg) sagte Verkehrsstaatssekretär Ulrich Lange (CSU): „Drücken wir gemeinsam die Daumen“. Fünf Monate Vollsperrung für mehr Zuverlässigkeit Seit Februar läuft auf der vielbefahrenen