Mo., 15.12.2025 , 11:09 Uhr

Gesundheitsamt empfiehlt Impfungen

Cham: Rotaviren breiten sich rasant aus – Gesundheitsamt warnt Eltern

Wichtige Warnung für Eltern mit kleinen Kindern im Landkreis Cham: momentan gibt es mehrere Fälle von Babys, die sich mit dem Rotavirus infiziert haben. Das Gesundheitsamt rät deshalb zur Impfung.

Rotavirus-Infektionen bei Säuglingen nehmen deutlich zu

Dem Gesundheitsamt Cham wurden innerhalb von nur drei Tagen mehrere Rotavirus-Infektionen bei Säuglingen gemeldet. In einem Fall musste das erkrankte Kind stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die betroffenen Säuglinge stammen aus verschiedenen Haushalten, ein gemeinsamer Infektionsherd ist daher nicht bekannt.

Ansteckende Erreger mit typischen Symptomen

Rotaviren gehören zu den häufigsten Erregern von Magen-Darm-Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern. Die Übertragung erfolgt meist fäkal-oral. Die Erreger gelten als hoch ansteckend. Typische Symptome sind Erbrechen, Durchfall und Fieber – besonders gefährlich ist der rasche Flüssigkeitsverlust bei kleinen Kindern.

Mehr als doppelt so viele Fälle wie im Vorjahr

Im laufenden Jahr wurden dem Gesundheitsamt bereits 36 Rotavirus-Fälle gemeldet – im gesamten Vorjahr waren es nur 15. Wie bei anderen meldepflichtigen Krankheiten sei jedoch davon auszugehen, dass die Dunkelziffer höher liegt, da nicht alle Erkrankungen ärztlich untersucht oder im Labor bestätigt werden.

STIKO empfiehlt Impfung im Säuglingsalter

Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät zu einer Schluckimpfung gegen Rotaviren für alle Säuglinge. Der Impfstart sollte zwischen der 6. und 12. Lebenswoche erfolgen. Je nach Impfstoff sind zwei oder drei Dosen nötig, die spätestens bis zur vollendeten 24. bzw. 32. Lebenswoche abgeschlossen sein müssen.

Auch wenn in seltenen Fällen trotz Impfung eine Erkrankung auftreten kann, verläuft diese bei geimpften Kindern meist deutlich milder. Die Impfung schützt wirksam vor schweren Verläufen und kann Krankenhausaufenthalte verhindern. Sie ist besonders wichtig, da die Erkrankung bei Säuglingen schnell zu Komplikationen führen kann.

Die Impfung erfolgt in der Regel bei der Kinderärztin oder dem Kinderarzt im Rahmen der Früherkennungsuntersuchungen.

Landratsamt Cham/JM

Das könnte Dich auch interessieren

20.09.2026 Painten: Werkstatttür beschädigt – Schaden im vierstelligen Bereich Schaden am frühen Morgen entdeckt Am Samstag, 19. September, gegen 6 Uhr meldete ein 43-jähriger Mann die Beschädigungen an der Werkstatttür seiner Firma. Nach bisherigen Erkenntnissen entstanden diese in der Nacht vom 18. auf den 19. September. Türrahmen stark nach innen gedrückt Bei der Überprüfung vor Ort stellte die Polizei fest, dass die Werkstatttür weiterhin 20.09.2026 Arrach: Unbekannter manipuliert Bremsen an Auto – Polizei sucht Zeugen Muttern an Bremssätteln gewaltsam entfernt Nach bisherigen Erkenntnissen wurden mehrere Muttern der Bremssättel an der Vorderachse gewaltsam entfernt. Durch die Manipulation an den Bremsen entstand ein Sachschaden von rund 600 Euro. Die Polizeiinspektion Bad Kötzting ermittelt wegen des Verdachts eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie wegen Sachbeschädigung. Polizei Bad Kötzting sucht Zeugen Wer zwischen 19.09.2026 Rettenbach: Überholmanöver endet mit Unfall – Motorradfahrer verletzt Zusammenstoß beim Überholen Der 36-Jährige war am 17. September gegen 14.45 Uhr mit einem BMW von Rettenbach in Richtung Wörth an der Donau unterwegs. Auf Höhe der Abzweigung nach Haag überholte er mehrere vorausfahrende Fahrzeuge. Dabei kollidierte das Auto mit einem Motorrad, dessen Fahrer gerade nach links in Richtung Haag abbiegen wollte. Motorradfahrer leicht verletzt 19.09.2026 Bad Kötzting: Schockanruf mit Krebs-Lüge – Betroffene erkennt Betrugsversuch Die Frau gab sich am Telefon als Ärztin der Onkologie am Klinikum Regensburg aus. Die betroffene Person erkannte den verdächtigen Anruf und beendete das Gespräch. Anruferin behauptet, Tochter habe Krebs im Endstadium Die unbekannte Anruferin behauptete, die Tochter der betroffenen Person habe Darmkrebs im Endstadium und Metastasen in Leber und Lunge. Sie habe deshalb nur