Drei Wochen lang hatte eine Anwohnerin im Chamer Ortsteil Janahof einen eher ungewöhnlichen Besucher in ihrem Garten: Ein junger Rehbock hatte sich offenbar ins Stadtgebiet verirrt und war auf dem Grundstück gelandet – doch heraus kam er nicht mehr.
Rund um den Garten machten dichte Bebauung und stark befahrene Straßen dem Tier den Weg zurück in die Natur nahezu unmöglich. Stattdessen blieb der Rehbock auf dem Grundstück.
Um zu helfen, schaltete die Anwohnerin das Veterinäramt des Landratsamts Cham ein. Gemeinsam mit dem zuständigen Jagdpächter und einem Tierarzt wurde eine Lösung gefunden. Damit der Transport für das Tier möglichst ruhig und stressfrei ablaufen konnte, wurde der Rehbock kurzfristig sediert.
Kurze Zeit später endete das unfreiwillige Abenteuer schließlich dort, wo es hingehörte: Auf Wiesenflächen bei Michelsdorf wurde das Tier wieder in die Freiheit entlassen. Zur Sicherheit erhielt der junge Rehbock noch eine farbliche Kennzeichnung, da nach der Medikamentengabe bestimmte Wartezeiten eingehalten werden müssen.
Landkreis Cham/JM