Fr., 04.07.2025 , 12:04 Uhr

Cham: Flüchtlingszahlen deutlich rückläufig – Juni ohne neue Zuweisungen

Die Flüchtlingssituation im Landkreis Cham hat sich spürbar entspannt. Im Juni 2025 wurde dem Landkreis keine einzige neue Asylbewerberin und kein Asylbewerber vom Freistaat Bayern zugewiesen. Damit setzt sich der seit Monaten rückläufige Trend fort.

Deutlicher Rückgang seit Jahresbeginn

Seit Jahresbeginn 2025 wurden lediglich 48 neue Asylbewerberinnen und Asylbewerber im Landkreis untergebracht – im Vergleich zu 267 Personen im ersten Halbjahr 2024 bedeutet das einen Rückgang von 82 Prozent. Auch die Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine ist deutlich niedriger als im Vorjahr: Im Juni kamen nur 13 neue Personen hinzu, im gesamten ersten Halbjahr 66.

Gesamtzahl der Geflüchteten sinkt

Zum Stichtag 30. Juni 2025 lebten rund 3.270 Personen mit Fluchthintergrund im Landkreis Cham. Das sind etwa 245 weniger als im Juni 2024 – ein Rückgang von rund 7 Prozent. Von diesen stammen etwa 1.350 Personen aus der Ukraine, rund 1.920 aus anderen Herkunftsländern.

Bayernweit sinkende Zugangszahlen

Auch auf Landesebene zeigt sich ein deutlicher Rückgang: Seit August 2024 sanken die monatlichen Zugänge von über 3.000 auf 796 im Mai 2025. Der Begriff „Personen mit Fluchthintergrund“ umfasst sowohl Menschen im laufenden Asylverfahren als auch solche mit abgeschlossenem Verfahren sowie ukrainische Geflüchtete, die kein Asylverfahren durchlaufen müssen.

Genügend Unterkünfte – keine neuen geplant

Landrat Franz Löffler bezeichnet die Entwicklung als eine „dringend benötigte Atempause“ nach den Herausforderungen der vergangenen Jahre. Die bestehenden staatlichen Unterkünfte im Landkreis seien derzeit ausreichend und nicht vollständig belegt. Deshalb seien keine neuen Unterkünfte geplant.

Landkreis Cham / JM

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