So., 21.06.2020 , 16:26 Uhr

Cham: Autoposer lösten Feuerwehreinsatz aus

Am Sonntag hatten Autoposer anhand durchdrehender Reifen eine starke Rauchwolke erzeugt. Dies löste einen Feuerwehreinsatz aus. Die Polizei konnte durch Videos in den sozialen Medien die Täter schnappen. 

 

Die Pressemitteilung der PI Cham:

Am Sonntag, 21.06.2020, um 00.48 Uhr, bemerkte ein Verkehrsteilnehmer in Höhe eines Verbrauchermarktes in der Rodinger Str. in Cham eine weiße Rauchwolke.

Der Mitteiler sah zwar kein Feuer, es war ihm jedoch auch nicht erkennbar, ob der Rauch aus einem Kamin kam. Durch die Integrierte Leitstelle Regensburg wurden deshalb die Feuerwehren Cham mit Drehleiter, Altenmarkt, Chammünster und Katzberg mit den jeweiligen Führungskräften sowie der Rettungsdienst verständigt.

Nach dem Eintreffen aller Einsatzkräfte am Einsatzort konnte auf den ersten Blick kein offenes Feuer erkannt werden. Aufgrund der vom Mitteiler nicht näher bestimmten Örtlichkeit wurden sämtliche in der Nähe liegende Geschäfte nach einem Brandherd untersucht. Auch wurde die Chamer Drehleiter in Stellung gebracht, um von oben eventuelle Brandnester zu erkennen. Letztendlich konnte kein Brandherd festgestellt werden.

Da aufgrund einer vorhergehenden weiteren Mitteilungen eine Beschwerde über mit quietschenden Reifen fahrende Pkw-Lenker in der Rodinger Str. einging und auf der Fahrbahn eindeutige diesbezügliche Spuren erkennbar waren, wurde davon ausgegangen, dass die Rauchentwicklung von durchdrehenden Reifen verursacht wurde. Vor Ort konnten die Verursacher jedoch nicht mehr vorgefunden werden.

Aufgrund Recherchen in den sozialen Medien konnten jedoch nachträglich Videos gesichtet werden, die eindeutig zeigen, wie Pkw-Lenker ihre Reifen am Asphalt durchdrehen ließen.Die Reifen qualmten teilweise dermaßen, dass außer weißen Rauchschwaden nichts mehr erkennbar war. Umherstehende Personen, teils direkt neben den Autos stehend,  amüsierten sich hierüber. Nicht auszudenken wäre es gewesen, wenn der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und dieses umstehende Personen erfasst hätte.

Die verantwortlichen Personen müssen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Es werden seitens der Polizei alle in Frage kommenden strafrechtlichen und ordnungswidrigen Tatbestände geprüft. Auch eine Inrechnungstellung des Feuerwehreinsatzes wird untersucht. Aufgrund des massiven Personaleinsatzes dürfte dies nicht unerheblich sein.

Es bestehen erhebliche Zweifel, ob derartige auffällige Fahrzeugführer charakterlich dazu geeignet sind, ein Fahrzeug im Straßenverkehr zu führen. Eine derartige Überprüfung wird durch die Polizei bei der jeweils zuständigen Führerscheinstelle des Fahrzeugführers veranlasst, welche ihrerseits die Möglichkeit besitzt, Maßnahmen zur Entziehung der Fahrerlaubnis in die Wege zu leiten.

Es werden daher alle Personen geben, die Hinweise auf die Autoposer geben können, sich mit der PI Cham unter Tel.: 09971/8545-0 in Verbindung zu setzen.

Das könnte Dich auch interessieren

15.04.2026 Bad Kötzting: Raser und illegales Tuning beschäftigen Polizei 100 km/h innerorts und unnötiger Lärm Ein 23-jähriger Autofahrer beschleunigte am Freitag in der Arnbrucker Straße stark, ließ die Reifen durchdrehen und wurde mit 100 km/h innerorts gemessen. Zudem verursachte er bewusst Lärm mit seinem Auto. Ihn erwarten nun eine Anzeige. Auffälliges Tuning und mehr Kontrollen Am Samstag fiel ein 22-Jähriger wegen technischer Veränderungen am Auto 13.04.2026 Roding: Dieb klaut Pokémonkarten-Sammlung im Wert von 15.000 Euro „Schnappt sie euch alle!" - Das dachte sich auch ein Dieb in Roding als er in mehrere Kellerabteile einbrach. Ein Teil der Beute: hochwertige Sammlerkarten der weltbekannten Serie Pokémon. 13.04.2026 Traitsching: Müll illegal abgeladen - Polizei sucht Zeugen Die Polizeiinspektion Cham berichtet von einer illegalen Müllablagerung im Bereich Traitsching. In einem unbekannten Zeitraum in den vergangenen Tagen haben Unbekannte laut PI Cham eine größere Menge Sperrmüll in einem Feld bei Randlhof abgeladen. Der Müll landete nahe der Kreisstraße CHA 12 – und dort gehört Sperrmüll nun wirklich nicht hin. Laut Polizei fehlt von 11.04.2026 Rimbach: Verkehrskontrolle endet nach 300 Metern Fluchtversuch im Sturz Fluchtversuch nach Aufforderung zur Kontrolle Als die Polizei den Jugendlichen anhalten wollte, beschleunigte er sofort und versuchte zu flüchten. Nach rund 300 Metern verlor der 17-Jährige die Kontrolle über sein Leichtkraftrad und stürzte. Nach Angaben der Polizei wurde der Fahrer dabei nicht verletzt. Auch am Fahrzeug oder an anderen Gegenständen entstand kein weiterer Schaden. Alkoholgeruch