Mi., 26.02.2025 , 13:38 Uhr

Cham: 48-Stunden-Streik an den Sana Kliniken – Beschäftigte fordern TVöD

Am Donnerstag, 27. Februar, und Freitag, 28. Februar 2025, treten die Beschäftigten der Sana Kliniken im Landkreis Cham in einen 48-Stunden-Streik. Sie fordern eine Bezahlung nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD), wie es in anderen Krankenhäusern der Region üblich ist.

Die Klinikleitung hat bisher lediglich eine minimale Lohnerhöhung von 2,5 % angeboten – ein Vorschlag, der laut ver.di die bestehende Lohnungleichheit sogar noch weiter vergrößern würde.

Betriebsratsvorsitzende Andrea Höpfl von der ver.di-Tarifkommission betonte:

„Die Zeit ist reif: Auch WIR sind es wert und fordern deshalb: TVöD jetzt!“

Faire Löhne für Pflegekräfte gefordert

Die Streikenden kritisieren, dass die Bezahlung nicht konkurrenzfähig sei und den Fachkräftemangel verschärfe.

  • Bernhard Burger, Leiter der OP-Pflege: „Pflege ist ein Knochenjob mit Nacht- und Wochenendschichten. Da ist eine gerechte Bezahlung nur fair!“
  • Carsten Strassburger, Intensivpfleger und stellvertretender Betriebsratsvorsitzender: „Keiner lässt sich bei weniger Bezahlung zu uns locken.“
  • Alexandra Fischer, Krankenschwester in der Notaufnahme: „Unsere Arbeit ist TVöD wert, doch für Sana sind wir nur schlechte Bezahlung und Arbeitsverdichtung wert.“

Streikmaßnahmen und Demonstration

Die Beschäftigten haben sich entschlossen, ihre Forderung mit Nachdruck durchzusetzen.

  • Donnerstag, 27. Februar:

    • 8:00 Uhr: Treffen im Hotel Regenbogen
    • 9:30 Uhr: Streikdemonstration durch Cham mit
      • Zwischenkundgebung am Rathaus
      • Abschluss am Krankenhaus
    • 13:00 Uhr: Fortsetzung der Tarifverhandlungen
  • Freitag, 28. Februar:

    • 8:00 Uhr: Streikversammlung in der Chamer Stadthalle
    • Beratung über weitere Maßnahmen, falls keine Einigung erzielt wird

Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen, die Streikenden zu unterstützen.

Notdienst sichergestellt – Arbeitgeber in der Verantwortung

Trotz des Arbeitskampfes bleibt ein Notdienst gewährleistet. Die Gewerkschaft wirft der Arbeitgeberseite jedoch vor, versucht zu haben, das Streikrecht unzulässig einzuschränken.

ver.di-Verhandlungsführer Martin Schmalzbauer erklärt:

„Wenn die Pflegekräfte für die Patientenversorgung unverzichtbar sind, dann muss sich das auch in der Bezahlung widerspiegeln! Es gibt nur zwei Lösungen: TVöD oder TVöD.“

ver.di Bezirk Oberpfalz / SP

Das könnte Dich auch interessieren

17.04.2026 Cham-Windischbergerdorf: Josef Rädlinger Unternehmensgruppe kauft Bayerwaldklinik Die Josef Rädlinger Unternehmensgruppe hat die Immobilie der Bayerwaldklinik in Windischbergerdorf übernommen. Nach der Schließung der Klinik im April 2026 soll das Gelände künftig neu genutzt werden. Konkrete Pläne gibt es noch nicht. 17.04.2026 Landkreis Cham: Polizei stoppt illegalen Hundetransport Eigentlich sollten sie nach Frankreich verkauft werden - doch die Reise für vier Hundewelpen endete in einem Tierheim im Landkreis Cham. 17.04.2026 Landkreis Cham: Unternehmer verliert mehrere zehntausend Euro durch Anlagebetrug Ein 32-jähriger Unternehmer aus dem Landkreis Cham ist Opfer eines Anlagebetrugs geworden. Über Wochen hinweg wurde er zu Investitionen verleitet und erlitt am Ende einen Schaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt. 16.04.2026 Ostbayern: Bilanz nach Blitzmarathon 2026 Nach 24 Stunden intensiver Geschwindigkeitskontrollen ist der Blitzmarathon 2026 in der Oberpfalz am 16. April um 6 Uhr zu Ende gegangen. Nun hat die Polizei ihre Bilanz vorgestellt. Ziel der Aktion war es, auf die Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam zu machen und schwere Verkehrsunfälle langfristig zu reduzieren. Auch in der Oberpfalz: Geschwindigkeit bleibt Unfallursache