Do., 02.01.2014 , 15:11 Uhr

Bundespolizei beschlagnahmt über 50 Kilogramm verbotene Feuerwerkskörper

Furth im Wald – Zahlreiche Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz verzeichneten die Fahnder der Bundespolizei auch an den beiden letzten Tagen des Jahres 2013. Spitzenreiter war ein Trio junger Männer an Silvesternachmittag. Sie hatten Böller und Raketen mit einem Gesamtgewicht von über 50 Kilogramm im Kofferraum verstaut.
 
Bereits am Montagnachmittag (30. Dezember) entdeckten Bundespolizisten bei einer Kontrolle im Bereich Furth im Wald bei zwei 19-Jährigen aus dem Landkreis Rottal-Inn 80 Böller vom Typ La Bomba. Kurze Zeit später stellten sie bei einem 19- und  einem 23-Jährigen aus dem Landkreis Altötting 80 Kracher vom Typ Colour Salute sicher. In den späten Abendstunden versuchte noch ein 18-jähriger Niederbayer 50 Böller sowie 12 Kugelbomben einzuschmuggeln.       
 
Da alle Feuerwerkskörper weder über eine deutsche Zulassung noch über eine CE-Kennzeichnung verfügten, erstatteten die Polizisten Anzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.
 
An Silvestermittag ertappten die Beamten der Bundespolizei im Bereich Furth im Wald einen 52-jährigen Münchner, der sich für den Silvesterabend mit drei extra großen Raketen eingedeckt hatte. Allerdings hatte er nicht auf die Zulassung geachtet und machte sich deshalb strafbar.
In den Nachmittagsstunden schließlich kontrollierten die Bundespolizisten drei weitere Männer aus der Landeshauptstadt.  
 
Beim Öffnen des Kofferraumes trauten sie ihren Augen nicht. Über 1000 Stück Böller und Raketen unterschiedlichster Art mit einem Gesamtgewicht von über 50 Kilogramm kamen zum Vorschein. Dass die Einfuhr derartiger Feuerwerkskörper ohne Zulassung in Deutschland strafbar ist, wussten die 20- bis 21-Jährigen Münchner angeblich nicht. Wie brisant ihre mitgeführte Ladung war und welcher Gefahr sie sich dadurch aussetzten, war den sorglosen Männern anscheinend ebenfalls nicht klar. Die Vorfreude auf ein gigantisches Silvesterfeuerwerk wich schließlich der Ernüchterung. Die Polizisten stellten nämlich das gesamte Feuerwerksarsenal sicher und erstatteten Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz.
 
Seit Anfang November erhielten allein im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Waldmünchen 35 Personen wegen Verstoßes gegen das SprengG eine Strafanzeige. Dabei stellten die Beamten über 100 Kilogramm in Deutschland nicht zugelassener Pyrotechnik oder über 4500 Stück Feuerwerkskörper sicher.
 
 
pm / Foto: Bundespolizei

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