Di., 10.11.2015 , 08:57 Uhr

Bund Naturschutz kauf Flächen für den Klimaschutz

Bayerische Natur erhalten und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten: Dieser Aufgabe ist der BUND Naturschutz (BN) in Ostbayern sehr erfolgreich nachgekommen. In den vergangenen vier Jahren konnte der Verband nicht weniger als 37 Hektar Flächen am Grünen Band zwischen Bayern und Tschechien erwerben. Der BN-Vorsitzende Professor Hubert Weiger informierte sich bei einem Besuch in der Oberpfalz über diese erfreuliche Entwicklung.

„Wir hatten die einmalige Chance, unmittelbar am Grünen Band Europa Flächen zu erwerben“, freute sich Weiger. Diese Flächen zwischen Bayern und Tschechien lagen nicht nur am Grünen Band, sondern gleichzeitig unmittelbar am Rande der Nationalparke Šumava und Bayerischer Wald. In den vergangenen vier Jahren hat der BN insgesamt 37 Hektar Flächen am Grünen Band angekauft. Möglich machte dies eine Förderung der Regierung von Niederbayern mit Mitteln aus dem Klimaprogramm Bayern 2050. So kann der ehemalige Todesstreifen zu einer Lebensader durch ganz Europa werden.

Die Flächen liegen alle in Moorbereichen. Moore sind besonders wirksame CO2-Speicher. Ihre Erhaltung ist deshalb ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz. Zahlreiche ehrenamtlich Aktive betätigen sich im BUND Naturschutz als Moorretter, indem sie in mühevoller Handarbeit Moorflächen freihalten und wiedervernässen. „Der Kampf gegen den Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts“, so der BN-Vorsitzende Weiger. „Der BUND Naturschutz trägt mit diesen Projekten aktiv zum Klimaschutz bei. Genauso engagieren wir uns dafür, dass die UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember endlich ein gerechtes, international verbindliches Klimaschutzabkommen verabschiedet.“

Pressemitteilung/MF

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