Mo., 15.10.2018 , 08:24 Uhr

Bürgerentscheid: Kein Kultur- und Kongresszentrum für Regensburg

Die Mehrheit der Regensburger hat gestern gegen ein Kultur- und Kongresszentrum (RKK) auf dem Keplerareal gestimmt. Bei dem Bürgerentscheid waren nach Angaben der Stadt etwa 62 Prozent der Wähler auf der Seite der RKK-Gegner. Diese hatten argumentiert, die Stadt solle besser in Wohnungsbau investieren. Weiter kritisierten sie, dass für das RKK zahlreiche Bäume gefällt werden müssten und die Verkehrssituation am Keplerareal nicht ruhiger werden würde.

Die Befürworter forderten ein Kultur- und Kongresszentrum, u.a. damit der Allengürtel vergrößert werden kann. Außerdem bilde der wirtschaftliche Erfolg der Stadt die Grundlage um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Hintergrund

Seit mehr als 20 Jahren streiten in Regensburg Bürger, Behörden und Politiker um die Frage, ob die Stadt ein Kongresszentrum braucht - und falls ja, an welchem Standort. Parallel zur Landtagswahl gab es den nunmehr vierten Bürgerentscheid zum RKK (nach 1999, 2004 und 2006). Dreimal hatten die Wähler gegen den Standort Donaumarkt gestimmt, an dem nun das Museum der Bayerischen Geschichte gebaut worden ist.

Regensburg: Aus für RKK am Kepler-Areal

Berichterstattung auf TVA

Die Argumente für und gegen ein RKK
RKK: Der Faktencheck
RKK-Gegner stellen neue Kampagne vor
Unterstützer melden sich zu Wort
Unterstützer eines RKK formieren sich
RKK-Bürgerentscheid rückt näher

Das könnte Dich auch interessieren

02.03.2026 Landkreis Regensburg: U18-Wahl mit digitalem Pilotprojekt erzielt hohe Beteiligung Der Landkreis Regensburg erzielte bei der erstmals auch digital durchgeführten U18-Wahl mit 1.247 abgegebenen Stimmen und einer Wahlbeteiligung von 17,40 Prozent ein über dem bayernweiten Durchschnitt liegendes Ergebnis und setzte damit ein Zeichen für moderne Jugendbeteiligung. 14.02.2026 Bayern: 95 Millionen Euro Hochwasserhilfe von der EU Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt. 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds Mit den 22.10.2025 Regensburg/Berlin: Folgt Friedrich Merz der Einladung von Peter Aumer in die Domstadt? Seit vergangener Woche erntet Bundeskanzler Friedrich Merz ordentlich Kritik, wegen einer Aussage zur Migrationspolitik. Bundestagsabgeordneter Peter Aumer reagiert darauf mit einem offenen Brief und einer Einladung nach Regensburg. 23.09.2025 Franz Josef Strauß soll in die Walhalla aufgenommen werden Die Ruhmeshalle Walhalla bei Donaustauf könnte bald um eine prominente Persönlichkeit erweitert werden: Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß (1915–1988) soll dort eine Büste erhalten. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einer Rede im Kloster Banz an.