Di., 29.03.2016 , 14:24 Uhr

Brand in Obermünsterstraße: Ein Mensch und zehn Tiere sterben

Heute Vormittag um kurz nach 10 Uhr ging in der Integrierten Leitstelle Regensburg ein Notruf aus der Obermünsterstraße ein. Eine Anwohnerin meldete leichten Brandgeruch im Treppenraum. Daraufhin alarmierte die Leitstelle unter dem Schlagwort „Brandgeruch im Gebäude“ den Löschzug der Berufsfeuerwehr. Nur vier Minuten später empfing die sehr umsichtige Mitteilerin die Einsatzkräfte auf der Straße und zeigte ihnen direkt den Bereich des Treppenhauses, in dem es nach Rauch roch. Feuer war keines festzustellen, lediglich im  nicht ausgebauten Dachgeschoss war ganz schwach Rauch zu erkennen. Die Wohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss waren allesamt rauchfrei. Nachdem das Dachgeschoss auch mit den benachbarten Gebäuden verbunden war wurden sofort auch die Nachbargebäude durchsucht. Zeitgleich wurde vorsorglich Unterstützung durch die Freiwillige Feuerwehr angefordert, da bei Gebäuden im Altstadtbereich immer besondere Vorsicht geboten ist.

Bei der Kontrolle des Nachbargebäudes mussten mehrere Wohnungstüren durch die Feuerwehr geöffnet werden, da auf Klingeln niemand reagierte. Aus einer Türe im ersten Obergeschoss dieses Nachbargebäudes quoll dann denn Einsatzkräften Brandrauch entgegen. Da nicht bekannt war, ob noch jemand in der Wohnung ist, durchsuchte ein Angriffstrupp unter Atemschutz sofort die Wohnung und fand eine älteren Mann leblos vor. Die Einsatzkräfte brachten ihn ins Freie und begannen dort zusammen mit dem bereitstehenden Rettungsdienst unmittelbar mit der Reanimation. Obwohl die Wiederbelebungsversuche sofort begannen und der Patient noch ins Krankenhaus eingeliefert wurde, kam für ihn jede Hilfe zu spät und er verstarb.  

 Derweilen wurde durch die Kräfte der Berufsfeuerwehr der Brand, der in der Küche ausgebrochen war, gelöscht. Offensichtlich brannte das Feuer schon länger und war bisher nicht entdeckt worden. Parallel wurde die Wohnung weiter durchsucht um auszuschließen, dass sich noch jemand darin befand. Menschen fanden die Einsatzkräfte glücklicherweise keine mehr. Allerdings mussten sie neun Katzen und einen Hund bergen, die offensichtlich dem tödlichen Rauch zum Opfer fielen. Der zur Unterstützung angerückte Löschzug Altstadt der Freiwilligen Feuerwehr Regensburg half die weiteren Wohnungen zu durchsuchen und bei Nachlöscharbeiten.

Der Brandschaden blieb auf die eine Wohnung begrenzt, die aber derzeit nicht bewohnbar ist.

pm/LS

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