Trotzdem bleibt der Schädling ein Dauerthema – vor allem im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will sich am Donnerstag vor Ort in der Nähe von Bodenmais ein eigenes Bild machen und tauscht sich mit Experten aus Forst- und Landwirtschaft aus.
Laut Fachleuten hat der regenreiche Sommer dazu geführt, dass sich der Borkenkäfer bisher weniger stark ausgebreitet hat als in früheren Jahren. Dennoch bleibt das Thema aktuell – vor allem im Umfeld des Nationalparks Bayerischer Wald. Dort ist der Käfer in der Kernzone ausdrücklich geduldet, weil in diesem Bereich keine forstwirtschaftliche Nutzung stattfindet. Außerhalb dieses Bereichs, besonders in den Staats- und Privatwäldern, wird der Schädling dagegen konsequent bekämpft.
Am Donnerstagvormittag (10 Uhr) trifft sich Hubert Aiwanger nahe Bodenmais mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus dem Bereich Forst, Landwirtschaft und Politik, um sich über die aktuelle Situation zu informieren. Im Fokus stehen dabei die gemeinsamen Maßnahmen zur Borkenkäfer-Bekämpfung im Randbereich des Nationalparks.
Zum Gespräch eingeladen sind unter anderem Vertreter des Umweltministeriums, des Landwirtschafts- und Forstministeriums, der Nationalparkverwaltung, der Bayerischen Staatsforsten, des Waldbesitzerverbands, des Bauernverbands, der Forstwirtschaftlichen Vereinigungen Oberpfalz und Niederbayern sowie der Kommunalpolitik. Gemeinsam soll diskutiert werden, wie ein effektives Borkenkäfermanagement auch künftig gelingen kann – zwischen ökologischer Verantwortung und wirtschaftlicher Nutzung des Waldes.
dpa / MF