Mo., 13.04.2026 , 10:20 Uhr

Entlastung für Autofahrer

Berlin: Koalition plant Steuersenkung auf Sprit

Die Koalition will Autofahrer wegen der stark gestiegenen Spritpreise entlasten. Geplant ist, die Energiesteuer auf Benzin und Diesel für zwei Monate um rund 17 Cent pro Liter zu senken.

Die Bundesregierung plant eine Steuersenkung auf Benzin und Diesel, um die stark gestiegenen Spritpreise infolge des Iran-Kriegs abzufedern. Autofahrer und Betriebe sollen dadurch kurzfristig finanziell entlastet werden.

Steuersenkung bei Benzin und Diesel geplant

Die schwarz-rote Koalition aus CDU, CSU und SPD will die Energiesteuer um rund 17 Cent pro Liter senken – allerdings nur für zwei Monate. Ziel ist es, die Belastung für Autofahrer und Unternehmen schnell zu reduzieren. Insgesamt könnten Verbraucher und Wirtschaft laut Regierung um etwa 1,6 Milliarden Euro entlastet werden.

Weitere Entlastungen und Gegenfinanzierung

Zusätzlich plant die Koalition eine steuerfreie Prämie von 1.000 Euro für Beschäftigte im Jahr 2026, die Arbeitgeber auszahlen können. Zur Finanzierung soll unter anderem die Tabaksteuer erhöht werden. Außerdem werden Maßnahmen gegen die Mineralölwirtschaft, wie eine mögliche Übergewinnsteuer, geprüft.

Spritpreise durch Iran-Krieg stark gestiegen

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar sind die Preise für Diesel und Super E10 deutlich gestiegen. Grund ist unter anderem die Blockade der wichtigen Straße von Hormus, wodurch der Öltransport massiv beeinträchtigt wurde.

Zeitweise lag der Dieselpreis über 70 Cent höher, Super E10 über 40 Cent höher als vor Kriegsbeginn. Zuletzt schwankten die Preise stark: Am Samstag kostete ein Liter Super E10 rund 2,10 Euro, Diesel etwa 2,30 Euro. Kurz darauf zogen die Preise wieder deutlich an.

Streit innerhalb der Koalition

Parallel zur Energiepreiskrise gibt es Spannungen innerhalb der Koalition. Vor allem zwischen Vizekanzler Lars Klingbeil und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kam es zu Kritik und Differenzen über den richtigen Kurs bei den Entlastungen. Die Gespräche dazu liefen bis in die Nacht und über das gesamte Wochenende.

dpa/JM

 

Das könnte Dich auch interessieren

23.10.2026 Steuerschätzung: Der Bund kann sich freuen, der Freistaat nicht Bayern kann sich nach der neuesten Steuerschätzung anders als der Bund bis 2027 nicht auf steigende Steuereinnahmen freuen. Finanzminister Albert Füracker (CSU) sagte der Deutschen Presse-Agentur in München, für 2026 müsse Bayern mit einem leichten Minus von 0,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Haushalt 2026 rechnen.   Leichtes Minus für 2026 und 2027 Für 2027 22.10.2026 Umfrage: Viele Bayern sehen KI skeptisch Viele Menschen in Bayern sehen Künstliche Intelligenz einer neuen Umfrage zufolge eher skeptisch. 38 Prozent erwarten, dass KI das Leben der Menschen in den kommenden Jahren verschlechtern wird. Nur 27 Prozent gehen von einer Verbesserung aus, 35 Prozent sind unentschieden. Umfrage von Civey im Auftrag des Genossenschaftsverbands Das Ergebnis stammt aus einer Erhebung des Instituts 21.10.2026 Regensburg: Rekord im Westbad – 893 Schwimmer, 75.554 Bahnen, 3.777,7 Kilometer Beim 24-Stunden-Schwimmen im Westbad in Regensburg haben am vergangenen Wochenende 893 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen 3.777,7 Kilometer zurückgelegt. Das sind 75.554 Bahnen und ein neuer Rekord.   Neue Bestmarke beim Benefiz-Schwimmen Das 24-Stunden-Schwimmen im Westbad war laut Text ein Fest der Rekorde. „Mit insgesamt 75.554 Bahnen und einer Gesamtstrecke von 3.777,7 Kilometern stellten die 893 20.10.2026 Bayern: Vorsicht bei diesen Anrufen – Betrüger geben sich als Klinikpersonal aus Die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG) und das Bayerische Landeskriminalamt (BLKA) warnen vor betrügerischen Schockanrufen. Kriminelle geben sich am Telefon als Klinikmitarbeiter aus und behaupten, ein Angehöriger sei schwer verletzt oder lebensbedrohlich erkrankt. Für eine angeblich notwendige Behandlung fordern sie hohe Geldsummen. Betrüger setzen Opfer unter Druck Die Anrufer nutzen gezielt Angst und Zeitdruck, um ihre Opfer