Do., 05.11.2026 , 15:40 Uhr

Berlin: Hubert Aiwanger nach vorläufigem Obduktionsergebnis ohne Fremdverschulden gestorben

Nach gesundheitlichen Problemen sagt Hubert Aiwanger einen Auftritt in Berlin ab. Am frühen Abend wird der 55-Jährigen leblos in einem Hotelzimmer gefunden – was ergab die Obduktion?

Der bayerische Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger ist nach dem vorläufigen Ergebnis der Obduktion ohne Fremdverschulden gestorben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Berlin nach der bisherigen rechtsmedizinischen Untersuchung des Leichnams mit.

 

Vorläufiges Ergebnis der Obduktion

Die Obduktion erfolgte nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft am Vormittag. Im Rahmen des eingeleiteten Todesermittlungsverfahrens stehen noch weitere gerichtsmedizinische Untersuchungen an, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

 

Leblos im Hotel in Berlin-Mitte gefunden

Der 55 Jahre alte bayerische Wirtschaftsminister und Chef der Freien Wähler war am Mittwoch leblos in einem Hotel in Berlin-Mitte gefunden worden. Tagsüber hatte er wegen gesundheitlicher Probleme nicht bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler eine Rede halten können. Nach der Absage seines Termins war er später nicht mehr erreichbar. Am frühen Abend wurde er leblos in seinem Zimmer im Hotel Neuer Fritz in der Nähe vom Bahnhof Friedrichstraße entdeckt.

 

Ermittlungen in Berlin

Die Staatsanwaltschaft leitete ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren ein. Die Ermittler waren nach dem Fund des Politikers mit Mitarbeitern der Spurensicherung in dem Hotel unterwegs, die Gerichtsmedizin wurde gerufen. Die 6. Mordkommission des Landeskriminalamts Berlin ermittelt wegen der Bedeutung des Falls und um ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen.

Wer Aiwanger fand, ist derzeit nicht öffentlich bekannt. Der Wirtschaftsminister war in Berlin unter anderem von Beamten des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) begleitet worden, wie ein LKA-Sprecher am Morgen in München mitteilte. Zur Auffindesituation konnte der Sprecher nichts sagen.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Berlin hatte am Abend gesagt: Die konkrete Auffindesituation kann aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit noch nicht preisgegeben werden.

 

Trauer über Parteigrenzen hinweg

Der Niederbayer lebte mit der Freie-Wähler-Landrätin Tanja Schweiger zusammen und hatte zwei Kinder. Der plötzliche Tod des streitbaren Politikers löste über alle Parteigrenzen und über den Freistaat hinaus Bestürzung und Fassungslosigkeit aus.

 

dpa / MF

Berlin/Bayern: Vom Bauernhof in Ergoldsbach bis in die Staatsregierung – Nachruf auf Hubert Aiwanger
Reaktionen aus Politik und Gesellschaft zum Tod Hubert Aiwangers
Reaktionen aus ganz Bayern
Nach Tod von Hubert Aiwanger: Reaktion von Innenminister Joachim Herrmann
So reagiert die bayerische Politik auf den Tod Aiwangers
Regensburg: Schock nach Aiwangers Tod – Erste Reaktionen aus der Bevölkerung
Landkreis Cham: Landrat Christian Schindler zum Tod von Hubert Aiwanger

Das könnte Dich auch interessieren

14.02.2026 Bayern: 95 Millionen Euro Hochwasserhilfe von der EU Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt. 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds Mit den 04.11.2026 Bayern: FW-Chef Hubert Aiwanger tot in Berliner Hotel gefunden 12.08.2026 Heute: Partielle Sonnenfinsternis – Über unser Social-Media mitverfolgen Am 12. August 2026 ist ab etwa 19 Uhr unter anderem in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. 31.07.2026 Arbeitsmarkt in Bayern bleibt angespannt Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im Juli im Vergleich zum Juni um 5.098 auf 318.025 gestiegen. Vor einem Jahr waren es gut 6.000 Arbeitslose weniger, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg im Juli demnach um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte höher