Mo., 06.05.2024 , 12:23 Uhr

Berching: Bewegung im Tarifstreit bei der Firma Schabmüller

In den Tarifstreik beim Elektromotorenhersteller Schabmüller in Berching kommt Bewegung. Am Dienstag soll wieder verhandelt werden.

Wie die Gewerkschaft IG Metall Regensburg mitteilt, soll am Dienstag mit dem Elektromotorenhersteller Schabmüller über einen Tarifvertrag für die 500 Beschäftigten verhandelt werden. Nach vierzehn Tagen Streik habe Schabmüller in Reaktion Verhandlungsbereitschaft signalisiert und ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt.

„Die Entschlossenheit und der felsenfeste Zusammenhalt der gesamten Belegschaft haben den Arbeitgeber offenbar beeindruckt. Wir begrüßen, dass sich anscheinend die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass eine Lösung dieses Konflikts nur am Verhandlungstisch zu erreichen ist“

kommentiert Rico Irmischer, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Regensburg. Olga Redda, Verhandlungsführerin und 2. Bevollmächtigte der IG Metall Regensburg, fügt hinzu:

„Unser Ziel war immer, so schnell wie möglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Deshalb haben wir immer wieder neue Terminvorschläge unterbreitet. Am Dienstag wird sich zeigen, ob der Arbeitgeber tatsächlich zu ernsthaften und lösungsorientierten Verhandlungen bereit ist.“

In seinem Angebot greife der Arbeitgeber die Forderung der IG Metall auf, die Entgelte der Beschäftigten in einem Stufenplan an das Niveau des Flächentarifvertrags heranzuführen, so die Gewerkschaft. Allerdings fehle ein Angebot zum Thema Arbeitszeit. Die IG Metall fordert auch bei der Arbeitszeit eine Angleichung an den Flächentarif von derzeit 40 auf 35 Wochenstunden.

„Der Arbeitgeber muss sich auch bei der Arbeitszeit bewegen. Ansonsten gibt es keinen Tarifvertrag und damit auch kein Ende des Streiks“,

stellt Redda klar.

Der Streik läuft derweil unbeirrt weiter. Erst mit einem unterschriebenen Verhandlungsergebnis kommt eine Aussetzung des Streiks infrage. Danach müssten die IG Metall-Mitglieder bei Schabmüller in einer weiteren Urabstimmung einem etwaigen Verhandlungsergebnis noch zustimmen.

In der vergangenen Woche hatten die Streikenden ihre Forderungen bei einer Kundgebung mit 400 Teilnehmern noch einmal untermauert. Am Tag der Arbeit haben sie dann einen Tarif-Maibaum vor der Firma aufgestellt und sind in einem Autokorso zur Mai-Kundgebung nach Neumarkt gefahren, wo sie viel Solidarität aus anderen Betrieben und von anderen Gewerkschaften erfahren haben.

„Diese Aktionen haben die Belegschaft noch enger zusammengeschweißt. Die Beschäftigten werden so lange weiterstreiken, bis sie ihren Tarifvertrag haben. Das dürfte inzwischen jedem klar sein“,

sagt Irmischer.

 

PM IG Metall / KH

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