Fr., 01.10.2021 , 18:42 Uhr

Beratzhausen: Rund 180.000 Euro für Instandsetzung der Burgruine Ehrenfels

Wie heute bekannt gegeben wurde, wird die Instandsetzung der Burgruine Ehrenfels in Beratzhausen mit 176.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds unterstützt.
 

Nach mündlicher Zusage – offizielle Genehmigung

Der Erhalt und die Sanierung der Burgruine Ehrenfels ist den Beratzhausenern ein großes Anliegen. Nachdem ein Gutachten im vergangenen Jahr den schlechten Zustand der Burgruine noch einmal ganz deutlich belegt hatte, hat Bürgermeister Beer schnell gehandelt. Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Sylvia Stierstorfer und dem Bundestagsabgeordneten Peter Aumer hat er den für Denkmalschutz zuständigen Staatsminister Bernd Sibler zu einem Vorort-Termin eingeladen, um auf die Ernsthaftigkeit der Lange hinzuweisen. Damals hatte der Minister erfreulicherweise eine mündliche Zusage für eine Förderung aus dem sog. Entschädigungsfonds des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst gegeben.

Nach rascher Prüfung und Genehmigung liegt nun auch die offizielle Förderzusage des Freistaates Bayern in Höhe von 176.000 Euro vor. Das gab Kunstminister Bernd Sibler heute in München bekannt.

„Die Burgruine Ehrenfels liegt beinahe schon märchenhaft eingebettet in einem malerischen Waldstück an der Schwarzen Laaber. Sie bildete den Herrschaftsmittelpunkt für zwei bedeutende in der Region verwurzelte Adelsgeschlechter, die Ehrenfelser und die Stauffer. Die eindrucksvollen Fragmente zeugen noch heute von der bewegten Geschichte der Burg, die mehrfach erobert wurde. Ich freue mich sehr, dass wir dieses mittelalterliche Baudenkmal mit Mitteln aus dem Entschädigungsfonds unterstützen können“,

so der Minister.

Diese positive Mitteilung von Staatsminister Bernd Sibler freut Bürgermeister Matthias Beer, der zugleich zweiter Vorsitzender des zwischenzeitlich gegründeten Fördervereins zum Erhalt der Burgruine ist, sehr:

„Mit dieser Förderzusage des Freistaats und dem Förderbescheid des Bundes in gleicher Höhe können wir nun auch formell die Ausschreibung zur Instandsetzung vorbereiten. Das hätten wir uns bei dem Vorort-Termin vor ziemlich genau einem Jahr nicht zu hoffen gewagt.“

Auch die Abgeordneten Stierstorfer und Aumer freuen sich, dass der gemeinsame Einsatz von Bund, Land, Markt und Förderverein so ein großer Erfolg ist. Beide betonen:

„Die Burgruine Ehrenfels ist ein sehr schönes Beispiel, wie Denkmalschutz vor Ort mit viel Einsatz und Herzblut gelebt wird. Bund und Land leisten ihrerseits einen großen finanziellen Beitrag, um Denkmäler für die kommenden Generationen zu erhalten.“

 

Beeindruckende Burgruine

Die Ruine der Höhenburg liegt auf dem Schlossberg, nordwestlich des Marktes Beratzhausen, über dem Tal der Schwarzen Laaber. Das Burgareal wird von einem überaus tiefen, mit einem kräftigen Außenwall versehenen Burggraben umschlossen, das Hügelareal wird von einer starken Ringmauer umgeben, in die drei Rundtürme integriert sind. Im rückwärtigen Teil der Burganlage sind Mauerfragmente von einem Wohngebäude erhalten, das einen repräsentativen Saalbau sowie eine Kapelle umfasste und an das ein kleiner gewölbter Keller angebaut wurde. Auffällig ist ein über zehn Meter breiter Halsgraben, der die Burg fast mittig in eine größere Südwesthälfte und eine etwas kleinere Nordosthälfte teilt. Die südwestliche Hälfte umfasste offenbar die Vorburg, während sich auf der anderen Seite die Hauptburg befand.

 

Erhaltungsmaßnahmen der Mauer

Die geplante Maßnahme ist vorwiegend konservatorisch ausgerichtet, um die vorhandene Mauersubstanz zu sichern und zu erhalten. Schwerpunkte der Sanierung umfassen u.a. die Entfernung von Bewuchs im Bereich der Denkmalschutzsubstanz, die Instandsetzung des Kernmauerwerks sowie die Abdichtung kaum zugänglicher Mauerkronen.

Der Förderverein Burgruine Ehrenfels e.V. ist Träger der Maßnahme. Der Entschädigungsfonds wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen. Den Bewilligungsbescheid erlässt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, mit dem die Maßnahme abgestimmt ist. Die Maßnahme wird durch das Landesamt für Denkmalpflege auch fachlich begleitet.

 

Stimmkreisbüro MdL Sylvia Stierstorfer/stmwk Bayern/JM

Das könnte Dich auch interessieren

11.05.2026 München: Urteil gegen Regensburgs Ex-OB Wolbergs erwartet Am Mittwoch (13. Mai) soll im Parteispenden-Prozess gegen den früheren Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs vor dem Landgericht München I das Urteil fallen. Damit geht ein weiteres Kapitel im langjährigen Verfahren um mutmaßliche Vorteilsnahme zu Ende. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren wegen neun Fällen der Vorteilsnahme. Die Verteidigung plädiert auf Freispruch – und 27.04.2026 Landkreis Regensburg: Langjährige Bürgermeister im Landratsamt verabschiedet Landrätin Tanja Schweiger würdigte das Engagement der scheidenden Gemeindeoberhäupter und dankte für die enge Zusammenarbeit auf Landkreisebene. Langjährige Bürgermeister verabschiedet Verabschiedet wurden Herbert Heidingsfelder (Gemeinde Alteglofsheim), Hans Thiel (Gemeinde Barbing), Irmgard Sauerer (Gemeinde Brennberg), Diethard Eichhammer (Gemeinde Deuerling), Jürgen Sommer (Markt Donaustauf), Thomas Eichenseher (Gemeinde Duggendorf), Herbert Tischhöfer (Stadt Hemau), Christian Hauner (Markt 02.03.2026 Landkreis Regensburg: U18-Wahl mit digitalem Pilotprojekt erzielt hohe Beteiligung Der Landkreis Regensburg erzielte bei der erstmals auch digital durchgeführten U18-Wahl mit 1.247 abgegebenen Stimmen und einer Wahlbeteiligung von 17,40 Prozent ein über dem bayernweiten Durchschnitt liegendes Ergebnis und setzte damit ein Zeichen für moderne Jugendbeteiligung. 14.02.2026 Bayern: 95 Millionen Euro Hochwasserhilfe von der EU Bayern hat nach dem verheerenden Hochwasser im Juni 2024 rund 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds erhalten. Das bestätigte eine Sprecherin des Finanzministeriums auf dpa-Anfrage. Zuvor hatte die „Augsburger Allgemeine“ darüber berichtet. Den Antrag auf die europäischen Hilfen hatte der Freistaat gemeinsam mit Baden-Württemberg gestellt. 95 Millionen Euro aus dem Europäischen Solidaritätsfonds Mit den