Fr., 03.01.2020 , 10:56 Uhr

Bayern: Zahl der Arbeitslosen steigt auf mehr als 200 000

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist zum Ende des alten Jahres kräftig gestiegen, liegt aber weiter auf sehr niedrigem Niveau. Im Dezember waren im Freistaat 208 421 Menschen ohne Arbeit. Das waren 4,7 Prozent mehr als im November und 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent. «Insgesamt ist der Arbeitsmarkt in Bayern aber weiterhin stabil», sagte Ralf Holtzwart, der Chef der Regionaldirektion.

Nur in zwei der sieben bayerischen Regierungsbezirke liegt die Arbeitslosigkeit über drei Prozent: in Oberfranken mit 3,2 und Mittelfranken mit 3,3 Prozent. Im Langfristtrend ist die Arbeitslosigkeit in Bayern ohnehin geradezu dramatisch zurückgegangen: Noch im Jahr 2005 waren zeitweise mehr als eine halbe Million Menschen ohne Job.

An den aktuellen Arbeitslosenzahlen lässt sich die derzeitige konjunkturelle Abkühlung nicht ablesen – im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenquote nahezu unverändert, obwohl die bayerische Industrie in einer Rezession steckt. Außerdem ist auch die Zahl der Arbeitsplätze in Bayern weiter gestiegen – laut Hochrechnung der Arbeitsagentur hatten im Oktober 5,79 Millionen Menschen in Bayern einen sozialversicherungspflichtigen Job.

Deutlich wird die schwierige Lage insbesondere der Autoindustrie und der Maschinenbaubranche an der stark geschrumpften Zahl offener Stellen: Innerhalb eines Jahres ist die Zahl der gemeldeten Stellen um fast neun Prozent auf 115 689 gesunken. Der Bedarf an neuem Personal sinkt laut Arbeitsagentur hauptsächlich in konjunkturabhängigen Branchen wie Zeitarbeit und verarbeitendem Gewerbe und im Handel. Das trifft vor allem Menschen mit niedriger Qualifikation: Am stärksten ist mit einem Minus von 12,8 Prozent die Nachfrage nach Helfern zurückgegangen.

dpa

 

Die Zahlen aus der Region

In Ostbayern hat es auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vorjahr keine großen Veränderungen gegeben.

In der Stadt Regensburg sind 2.869 Menschen ohne Job, das sind 80 mehr als im Dezember 2018.

Im Landkreis Regensburg gibt es 35 Arbeitslose mehr, hier sind auch über 200 Arbeitsstellen weniger gemeldet als zuvor.

Im Landkreis Cham haben 1760 Personen keine Arbeit, hier gibt es die größte Veränderung im Jahresvergleich.

Im Landkreis Kelheim ist die Arbeitslosigkeit sogar zurückgegangen! Nur 1.481 Menschen haben dort keinen Job.

 

Region Aktueller Monat Veränderung zum Vorjahresmonat Quote
Regensburg-Stadt 2.869 +80 3,2
Landkreis Regensburg 2.047 +35 1,8
Landkreis Cham 1.760 +151 2,4
Landkreis Kelheim 1.481 -168 2,1

 

Weitere Zahlen finden Sie auch unter https://statistik.arbeitsagentur.de/

Das könnte Dich auch interessieren

21.09.2026 Tschechien entlastet Autofahrer an der Tankstelle Aufgrund der hohen Energiepreise hat die tschechische Regierung ein Maßnahmenpaket beschlossen, um Autofahrer an der Tankstelle zu entlasten. Vom 1. Oktober an werde wieder ein Preisdeckel für Benzin und Diesel eingeführt, teilte Finanzministerin Alena Schillerova mit. Die Vorgaben sollen täglich aktualisiert werden. Zugleich werde die Verbrauchsteuer auf Diesel auf 8,011 Kronen (33 Eurocent) je Liter 28.08.2026 Arbeitsmarkt in Bayern bleibt angespannt - keine Erholung Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im August im Vergleich zum Juli um 16.056 auf 334.081 gestiegen. Vor einem Jahr waren es gut 7.134 Arbeitslose weniger, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote stieg im August demnach um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte höher 20.08.2026 Suche nach Ausbildungsplatz: Diese Angebote helfen weiter Das neue Ausbildungsjahr beginnt – doch noch nicht alle Jugendlichen haben bereits den passenden Ausbildungsplatz gefunden. Gleichzeitig sind bei vielen Unternehmen in der Oberpfalz und im Landkreis Kelheim noch Ausbildungsstellen frei. Zu diesem Thema haben wir auch mit einem Experten gesprochen:   Wer aktuell noch auf der Suche ist, sollte deshalb nicht aufgeben: Auch kurzfristig 12.08.2026 Spritpreise ziehen kräftig an Die Spritpreise in Deutschland ziehen kräftig an. Vor allem Diesel verteuert sich derzeit deutlich, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Doch auch für Benzin müssen die Autofahrer mehr bezahlen. Ein Liter Diesel kostete am Dienstag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,200 Euro. Das waren 3,8 Cent mehr als noch am Sonntag. Ein Liter E10 kostete 2,125 Euro